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Wie entsteht eine Herzinsuffizienz?

Erst einmal möchte ich klarstellen, dass es sich dabei nicht um eine eigenständige Erkrankung handelt. Es ist das Symptom einer schweren Herzerkrankung und die häufigste Ursache für eine stationäre Behandlung. Sie kann als Spätfolge eines Herzinfarktes, einer Herzmuskelerkrankung oder eines jahrelang andauerndem Bluthochdrucks auftreten. Weiterhin kann sie Ausdruck einer Herz-Rhythmus-Störung, einer Herzklappenerkrankung oder Entzündung am Herzen sein.

Welche Symptome sind typisch?

Es gibt keine spezifische Symptomatik. So klagen Patienten beispielsweise schon bei geringer Belastung über Luftnot. Auch über Leistungsschwäche und Müdigkeit wird berichtet. Außerdem können Wassereinlagerungen auftreten, Ödeme in den Beinen, aber auch im Bauch und in der Lunge.

Wie wird Luftnot definiert?

Wenn alltägliche körperliche Tätigkeiten wie Treppensteigen zur Erschöpfung und zum Gefühl des Luftmangels führen, spricht man von Luftnot als Ausdruck einer Herzinsuffizienz. Wer nach zwei Stockwerken mit jeweils etwa sieben Treppenstufen aus diesen Gründen eine Pause machen muss, der leidet an einer bedeutsamen Luftnot. Oft denken die Betroffenen dann, sie haben Probleme mit der Lunge. Aber bei Luftnot sollte unbedingt das Herz in Betracht gezogen werden.

Wie lässt sich eine Herzinsuffizienz diagnostizieren?

Durch Untersuchungen wie die Echokardiographie, auch Herzultraschall genannt, oder mittels Herzkatheter wird festgestellt, ob eine Herzmuskelschwäche vorliegt. Hinweise für eine Herzmuskelschwäche geben mittlerweile aber auch schon Laborwerte. Das ist ein großer Fortschritt, denn eine schnelle Diagnose und eine schnelle Therapie können Leben retten. Durch Bestimmung des BNP-Wertes (Brain Natriuretic Peptide) im Blut, lässt sich eine Herzinsuffizienz als Ursache der Luftnot relativ einfach ausschließen oder nachweisen.

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