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Sprache als Schlüssel zur Verständigung

Individueller Deutschunterricht für ausländische Ärzte im Sana-Herzzentrum Cottbus

Mit einem vertrauenserweckenden Lächeln ist Herzchirurg Ivan Sazdovski auf der Station unterwegs, führt Patientengespräche und füllt Formulare aus. Jeden Donnerstag an seiner Seite Roswitha Hartung, Sprachlehrerin für Deutsch als Fremdsprache, bei seinem ganz individuellen Deutschunterricht.FOTO: SHC / LRMed

Aus Mazedonien, Polen, Russland, Lettland und 15 weiteren Nationen kommen die Mitarbeiter des Sana-Herzzentrum Cottbus. Es sind hochqualifizierte Fachkräfte, die ihr Können zum Wohl der Patienten einbringen und damit auch zum breiten Leistungsspektrum beitragen. Damit sich die ausländischen Ärzte gut verständigen können, gibt es seit sieben Jahren Deutschunterricht.

Roswitha Hartung hört genau hin, wenn sie die Mediziner begleitet, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Jeden Donnerstag hilft die freiberufliche Lehrerin, die seit fast 40 Jahren Deutsch als Fremdsprache unterrichtet, den Ärzten dabei, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Sie nimmt an den Aufklärungsgesprächen mit den Patienten und an der Visite teil. „Ich höre nur zu und notiere mir die Fehler. Danach gehe ich mit dem jeweiligen Arzt nochmal alles durch und übe mit ihm die korrekte Aussprache oder spezielle

Grammatik, je nachdem, was korrigiert werden muss“, erklärt sie den Ablauf. „Am Nachmittag findet dann der gemeinsame Deutschunterricht statt, der auch mal drei-vier Stunden dauern kann.“

Die Schülerzahl variiert, denn mitunter sind die Kollegen im Dienst. Der Sprachkurs ist freiwillig und ein zusätzliches Angebot. „Aber wer als Arzt bei uns arbeitet, sich hier weiterbilden und qualifizieren möchte, muss sicherstellen, dass er von den Patienten und Kollegen verstanden wird und selbst versteht, was sie sagen“, fügt Dr. Sören Just, Leitender Oberarzt der Herzchirurgie, hinzu. In den neuen Bundesländern beträgt die Anzahl nichtdeutscher Ärzte gut 30 Prozent, weiß er. „Bei den Assistenzärzten sind es sogar 50 Prozent, so dass viele Patienten zuerst Kontakt mit jemandem haben, dessen Muttersprache nicht deutsch ist. Für jemanden mit Schmerzen oder einem Notfall gibt es nichts Schlimmeres, als nicht verstanden zu werden. Eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patienten ist unerlässlich.“

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