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Hybrid-Saal bietet beste Bedingungen für Eingriffe am schlagenden Herzen

TAVI schenkt Herzpatienten neue Lebensqualität

13. Januar 2015: Knapp fünf Jahre nach der ersten kathetergestützten Aortenklappenimplantation hat das interdisziplinäre Spezialistenteam um den heutigen Chefarzt der Kardiologie, Dr. Axel Harnath, bereits den 1000. Eingriff durchgeführt und bei einer 75-jährigen Patientin im ersten Hybrid-OP-Saal transfemoral eine neue Aortenklappe implantiert.FOTO: Sana-Herzzentrum / Michael Helbig

Mehr als 2.300 kathetergestützte Aortenklappen- implantationen (TAVI) hat das Spezialistenteam des Sana-Herzzentrum Cottbus in den vergangenen acht Jahren vorgenommen. Mit dem neuen Hybrid-Saal wird sich die Anzahl der jährlichen Eingriffe noch einmal steigern. Zum Glück für die vielen Patienten, die auf eine TAVI warten.

Mit dem Einsatz dieser schonenden, minimalinvasiven Methode hat sich die Cottbuser Spezialklinik weit über die Lausitz hinaus einen hervorragenden Ruf verschafft. Dem folgen immer mehr Patienten aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und dem weiteren Bundesgebiet. „Unsere Klinik und unsere Methode findet in Deutschland und in Europa Beachtung. Mit unserer Therapie sind wir mittlerweile unter den Spitzenkliniken angekommen“, sagt Dr. Axel Harnath, Chefarzt Kardiologie. Vor knapp zehn Jahren war er Teil des interdisziplinären Medizinerteams, das in Frankreich die ersten Schritte dieses innovativen Verfahrens erlernt hat. Mit diesem Fachwissen und dem unbedingten Willen, die erworbenen Fähigkeiten zu erweitern, konnte ab Anfang 2010 die minimalinvasive Kathetertechnik im Sana-Herzzentrum Cottbus angewandt werden.

Mit der Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) kann die Aortenklappe auf zwei Wegen erreicht werden: einerseits wie beim Herzkatheter über die Oberschenkelarterie (transfemoraler Zugang), andererseits über einen kleinen Schnitt in Höhe der Herzspitze (transapikaler Zugang). Bei beiden Methoden wird ein Katheter bis zur Aortenklappe vorgeschoben. Anschließend wird mithilfe eines kleinen Ballons an der Katheterspitze die defekte Herzklappe aufgedehnt und dann ein Metallgerüst mit integrierter Herzklappe präzise positioniert. Der Eingriff erfolgt am schlagenden Herzen unter einer Lokalanästhesie. Im Hybrid-Saal dauert die TAVI nicht mehr als anderthalb Stunden. Im Vergleich zu einer konventionellen Herzoperation ist die Eingriffszeit kürzer und der Patient erholt sich schneller. Die Patienten müssen nicht an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden. Das Brustbein wird nicht durchtrennt und auch das zeitweise Abklemmen der Aorta sowie ein längerer Herzstillstand während der Operation werden vermieden.

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