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Rechtstipp

Kündigung von Bausparverträgen durch die Bausparkasse

Viele Verbraucher verfügen über Bausparverträge, die ihnen nur noch als zinsgünstige Sparmöglichkeit dienen, jedoch nicht mehr zum Bauen verwendet werden sollen. Den Bausparkassen ist das ein Dorn im Auge. Sie kündigen Bausparverträge oder Erwecken beim Bausparer durch Übersendung geschickt gestalteter Formulare den Eindruck, dass er sich zwischen dem sofortigen Auszahlen des angesparten Geldes und der Aufnahme des Darlehens entscheiden muss.

Wie funktioniert ein Bausparvertrag?

Es wird eine Bausparsumme vereinbart. Der Bausparer beginnt mit der Ansparung eines Guthabens. Wenn ein bestimmtes Guthaben erreicht ist, ist der Vertrag zuteilungsreif. Der Sparer kann sich das Guthaben auszahlen lassen und die Differenz zwischen Guthaben und Bausparsumme als Darlehen erhalten. Er könnte aber auch weiter sparen. Je länger er spart, desto geringer kann das Darlehen ausfallen.

Wann darf die Bausparkasse wirklich kündigen?

Die Bausparkasse darf kündigen, wenn die Bausparsumme voll angespart ist. Da die Differenz zwischen dem eingezahlten Guthaben und der Bausparsumme 0 € beträgt, kommt zu diesem Zeitpunkt die Aufnahme eines Darlehens nicht mehr in Betracht. Der Bausparvertrag hat insgesamt seinen Zweck erfüllt.

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