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Probleme mit der Speicherung

„Sonne und Windsind aber nicht planbar“

Professor Harald Schwarz: Für Energie aus Wind und Fotovoltaik fehlen geeignete Speicher. FOTO: Wendler / LR

Wie schnell und unter welchen Bedingungen kann Deutschland aus der Kohle aussteigen? Darüber sprach die RUNDSCHAU mit Professor Harald Schwarz, Leiter des Lehrstuhls Energieverteilung und Hochspannungstechnik der BTU Cottbus-Senftenberg.

Herr Professor Schwarz, in Deutschland wird gerade intensiv über einen Kohleausstieg diskutiert. Ist das problemlos machbar?

Schwarz Die Stromerzeugung folgt Minute für Minute der Stromabnahme. Der Kunde gibt vor, wann er wie viel Strom braucht. Eine Diskussion, wie viel Prozent der Energie im Jahresdurchschnitt aus Erneuerbaren kommt, hilft da wenig. Was wir brauchen ist eine Planbarkeit, welche Leistung in jeder Minute aus welcher Quelle zur Verfügung steht. Wind und Sonne sind aber nicht planbar. Deshalb werden wir noch sehr lange konventionelle Kraftwerke brauchen, um die extremen Schwankungen der Erneuerbaren auszugleichen – egal, ob die mit Kohle, Gas oder Atom betrieben werden. Ohne ausreichend große Speichermöglichkeiten für die erneuerbare Erzeugung können wir darauf nicht verzichten.

In der aktuellen Debatte geht es auch um Überkapazitäten und Stromexporte. Rund 60 Terawattstunden Strom gehen in diesem Jahr ins Ausland. Dafür könnten doch Kohlekraftwerke abgeschaltet werden?

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