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Täter alkoholisiert

Spur der Verwüstung

Die Polizei ermittelt nach der Zerstörung von Fahrkartenautomaten gegen zwei junge Männer aus Cottbus.FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau / Peggy Kompalla

Cottbus. Cottbusverkehr beklagt Schaden von bis zu 30 000 Euro. Polizei schnappt Verdächtige.

Die Mitarbeiter von Cottbusverkehr sind schon einiges gewohnt, aber das Ausmaß dieses Vandalismus ist neu. In der Nacht zu Montag wurde die Liste der zerstörten Fahrscheinautomaten immer länger. Um Mitternacht ging die erste Nachricht ein: Ein Busfahrer informierte die Zentrale über einen zerdepperten Automaten an der Saarbrücker Straße, kurze Zeit später die gleiche Information von der Ottilienstraße. Montagnachmittag umfasst die Liste elf Automaten. Das ist fast die Hälfte des Bestandes. Hinzu kommen noch zwei lädierte digitale Fahrgastanzeiger. An allen Geräten wurden die Displays zerstört. Den Schaden schätzt das Verkehrsunternehmen auf bis zu 30 000 Euro. Derweil gibt es von der Polizei eine gute Nachricht: zwei Verdächtige sind geschnappt.

Bei ihnen handelt es sich demnach um 17 und 18 Jahre alte Männer. Die Beamten hatten sie im Rahmen einer Nahbereichsfahndung nach 2 Uhr festgenommen. Beide kamen im Verlauf des Montags wieder auf freien Fuß. Der 17-Jährige wurde seinen Eltern übergeben. Beide jungen Männer sind Deutsche. Einer ist Cottbuser, der andere lebt im Spree-Neiße-Kreis. Polizeisprecherin Ines Filohn erklärte: „Es liegen keine Haftgründe vor. Beide sind sozial integriert in ihren Familien. Es besteht auch keine Wiederholungsgefahr.“ Beide Tatverdächtigen hatten zum Zeitpunkt ihrer Festnahme Alkohol intus. Die Ermittlungen laufen weiter, auch darüber, ob über die bekannten Sachbeschädigungen hinaus weitere Delikte auf das Kerbholz der beiden jungen Männer gehen.

Cottbusverkehrchef Ralf Thalmann erklärte angesichts des Schadens am Montagnachmittag: „Dass durch die Polizei schnell zwei Tatverdächtige gestellt werden konnten, ist für uns nur ein kleiner Trost. Der Schaden wird sich insgesamt auf 25 000 bis 30 000 Euro belaufen – eine Summe die uns als kommunales Unternehmen sehr wehtut.“ Cottbusverkehr lege sehr viel Wert darauf, seinen Fahrgästen einen guten Service bieten zu können. „Leider sehen wir wieder einmal, dass die sinnlose Zerstörungswut von einigen Wenigen, große Einschränkungen für den großen Rest unserer Fahrgäste mit sich bringt“, so der Chef.

(si)
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