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Thomas Gehre von der Bürgerinitiative erklärte: „Wir wollen unseren Beitrag leisten, zusammen einen Weg zu finden, dass alle mit der Entwicklung leben können.“ Der Architekt stellte aber auch klar: „Der Fabrikbau ist ein höheres Gut, als ein für einen Betreiber optimierter Grundriss für einen Neubau.“ Die Qualität des alten Gebäudes innerhalb des Ensembles werde erst durch den neuen Bahnhofstunnel wirklich sichtbar. Thomas Gehre ergänzte: „Es ist nicht das Problem, dass etwas Neues entstehen soll. Aber der Städtebau darf sich nicht der Normung von Pflegeheimen unterwerfen.“

Helmut Rauer betonte in der Runde, dass er sich seit Jahrzehnten um eine Entwicklung des Geländes bemühe. Für das Pflegeheim-Projekt hat der Geschäftsmann nach eigener Auskunft nun ein Partnerunternehmen gefunden. Deshalb bildet das Bauprojekt den Anker für die weitere Entwicklung des gesamten Areals. „Und das Land Brandenburg hat ganz klare Festlegungen, was den Bau eines Seniorenheims betrifft. Die Alternative wäre keine 100 Arbeitsplätze und alles einfallen lassen“, so Rauer. Denn die Bausubstanz großer Teile des Fabrikbaus gebe keine weitere Nutzung her, auch der Schornstein sei nicht zu erhalten. „Mit Rotec nutzen wir auch nur einen kleinen Teil der Flächen.“

Max Hilfenhaus von der Bürgerinitiative erklärte: „Ich verstehe, dass sich ein Projekt für den Investor rechnen muss. Ein Gebäude rein museal zu erhalten, ohne eine Funktion, ist Quatsch. Aber es stellt sich doch auch die Frage, wie sich Cottbus präsentieren will: Wenn man aus dem Tunnel rauskommt, dann ist da als erstes ein Pflegeheim. Wo ist denn da das Leben?“

Helmut Rauer erzählte von seinen früheren Plänen, aus dem Dreigeschosser, der zur einstigen Fabrik gehört, ein Wohnhaus zu machen – ähnlich wie in der Meldefabrik. „Aber als Alleinlösung hat das nicht funktioniert“, sagte er. Doch mit der geplanten Entwicklung und Neuordnung des Areals ändere sich das. „Über den Mehrgeschosser würde ich noch einmal nachdenken.“

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