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Protest gegen Abrisspläne für Baudenkmal

Cottbuser wollen Segeltuchfabrik retten

Die Segeltuchfabrik an der Külzstraße soll für den Neubau eines Seniorenheims abgerissen werden. Dagegen wehrt sich eine Bürgerinitiative. Sie will neue Denkanstöße geben und den mehr als 100 Jahre alten Bau erhalten. FOTO: LR / Peggy Kompalla

Cottbus. Einwohner wollen Schicksal des alten Bauwerks bekannter machen. Sie haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammengeschlossen. Sie kritisieren die geplante Neuordnung des Bahnhofsumfelds.

Das nördliche Bahnhofsumfeld soll umgestaltet werden. Zwischen Spreewaldbahnhof, Bahnhofstunnel und Wilhelm-Külz-Straße sind Neubauten geplant. Denen soll die Segeltuchfabrik an der Wilhelm-Külz-Straße zum Opfer fallen. Dagegen wehren sich die Anwohner. Sie haben eine Bürgerinitiative gegründet. Sie wollen nicht nur das Schicksal des Fabrikbaus publik machen, sondern sich auch in die Gestaltung des Bereichs einbringen.

Das stellt die Bürgerinitiative „Alte Segeltuchfabrik“ auf ihrer Internetseite gleich zu Beginn klar. Dort heißt es auf der Startseite: „Wir Anwohner des geplanten ,Karree am Spreewaldbahnhof’ in Cottbus begrüßen eine Neugestaltung dieses geschichtsträchtigen und daher denkmalgeschützten Areals. Zugleich wollen wir uns aber kreativ und fachkundig für den Erhalt unseres gebauten historischen und kulturellen Erbes einsetzen.“

Miriam Hagen gehört mit ihrem Vater Winfried zu den Initiatoren. Sie sagt: „Wir erleben immer wieder in Gesprächen, dass die Menschen von den Plänen nichts wissen.“ Deshalb will die Bürgerinitiative vor allem Informationen liefern. Die Mitstreiter haben aber auch ihre Kritik in einer Stellungnahme zu den Plänen formuliert. Diese lagen im Rathaus bis Anfang Dezember aus. Jetzt warten die Anwohner gespannt auf die Überarbeitung. „Wir haben schon den Eindruck, dass unsere Denkanstöße gefruchtet haben“, sagt Winfried Hagen. Diese Hoffnung speist sich aus mehreren Antwortschreiben aus der Stadtverwaltung.

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