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Deutsch in der Schule

Cottbus baut Vorschul-Programm aus

Cottbus. Die Stadt schafft ein Angebot für maximal 48 Kinder mit Migrationshintergrund.

In Cottbus ist in dieser Woche das Vorschul-Programm an drei Grundschulen angelaufen. Darüber informiert Stefanie Kaygusuz-Schurmann. Sie verantwortet im Rathaus den Bereich Bildung und Integration. Demnach nutzen derzeit 22 Kinder mit Migrationshintergrund dieses Angebot. Die Mehrzahl der Kinder war unter anderem wegen fehlender Deutschkenntnisse von einer Einschulung zurückgestellt worden. Sie hatten zuvor keinen Kindergarten besucht, weil die Plätze fehlten.

Martina Theunert ist Leiterin der Erich Kästner Grundschule. Bei ihr lernen seit Montag acht Vorschüler. „Wir sind sehr froh darüber“, erklärt sie. „Die Eltern werden einbezogen. Es ist wichtig, dass die Kinder an den Schulalltag herangeführt werden. Damit bauen wir Berührungsängste ab.“ Das sei nicht nur für die Kinder wichtig, sondern auch für die Erwachsenen. „Denn die Eltern sprechen oft kaum Deutsch“, so die Schulleiterin. Deshalb helfe ein Sprachmittler. Neben einem Lehrer sei für jede Gruppe auch ein Sozialpädagoge verantwortlich. Die Vorschulkinder besuchen jeden Tag die Schule von der ersten bis zur vierten Stunde.

Jede Vorschul-Klasse können zwölf Kinder besuchen. „Wir sind deshalb ganz flexibel“, ergänzt Stefanie Kaygusuz-Schurmann. Die Gruppen können noch wachsen. Derzeit sei knapp die Hälfte der Plätze besetzt. An dem Programm beteiligen sich neben der Erich Kästner Grundschule in Stadtmitte, die Wilhelm-Nevoigt-Grundschule in Ströbitz und die Regine-Hildebrandt-Grundschule in Sachsendorf. Für letztere sind zwei Vorschul-Gruppen vorgesehen. Einfach weil dort der Bedarf am größten ist.

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