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Cottbus früher und heute

Einmal Schule – immer Schule

Friedrich Wilhelm Gymnasium FOTO: privat

Cottbus. Dora Liersch erzählt die Geschichte des Friedrich-Wilhelm-Gymnasium anhand einer Postkarte aus der Sammlung von Hans Krause.

Das Schulgebäude in der Puschkinpromenade in Cottbus ist vielen einstigen Schülern bekannt, allerdings unter anderem Namen. Bis 1945 war dieses Haus das Friedrich Wilhelm-Gymnasium, eine höhere Bildungsstätte und nur für Knaben.

Nach Kriegsende, noch zum Oktober 1945, wurden daraus die „Vereinigten höheren Schulen der Stadt Cottbus, Gymnasium Oberrealschule für Jungen, Oberschule für Mädchen“. Bereits zum 1. September 1946 gab es in der Sowjetischen Besatzungszone ein völlig neues Schulsystem mit Einheitsschulen und Oberschulteilen. Die Idee war, dass allen Kindern eine gleich gute Schulbildung gegeben werden kann, also acht gemeinsame Schuljahre, denen sich vier weitere Jahre für das Erreichen des Reifezeugnisses, des Abiturs, anschließen konnten. Dass dies später oftmals als politisches Druckmittel angewandt wurde, daran dachte man zunächst nicht. Von den sechs Einheitsschulen, einige mit Oberschulteilen, der Stadt Cottbus, zog die 4. Einheitsschule mit Oberschulteil in das Gebäude Puschkinpromenade 6.

Durch die Einführung der 10-jährigen Schulpflicht und die Bildung der Polytechnischen Oberschulen (POS) in der DDR in den Jahren 1959/60, wurde aus der 4. Einheitsschule die 6. POS „A.S.Puschkin“. Die Klassen elf und zwölf der bisherigen Oberschulteile wurden in den neu geschaffenen Erweiterten Oberschulen zusammengefasst. Außerdem gab es noch Sonderformen. In diese Zeit 1973 bis 1975 fielen auch die Generalrenovierung des Schulhauses und die Fassadensanierung. Zeitweilig waren die Schulklassen sogar ausquartiert. 1980 erfolgte die Instandsetzung der Aula. Die Wiedervereinigung Deutschlands brachte ein verändertes Schulsystem. Die oberen Klassenstufen wurden in verschiedenen Schulformen (Gymnasien, Real-, Gesamt- und Hauptschulen) zusammengefasst. Aus der 6. POS wurde die 16. Grundschule. Das Schulhaus, eines der ältesten Schulgebäude der Stadt und auch das Nebengebäude zeigten deutliche „Alterserscheinungen“. Um die Gebäude den heutigen Ansprüchen anzupassen, waren umfangreiche Baumaßnahmen nötig. Ein sicherer Weiterbetrieb des Schulunterrichts konnte nicht gewährleistet werden. Die 16. Grundschule wurde aufgelöst. In den Jahren 2000 bis 2002 erfolgte die völlige Erneuerung der Gebäude und der Außenanlagen. Sie wurden den modernsten Unterrichts- und Sicherheitsansprüchen angepasst. Am 24. August 2002 nahmen die Kinder der 14. Grundschule, deren Schulgebäude einer anderen Nutzung zugeführt werden sollte, ihr neues Schulhaus als „Erich-Kästner-Schule“ in Besitz.

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