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Amtsschimmel galoppiert durch Cottbus

Ausschreibung für vier Quadratmeter Külz-Straße

Von 2011 bis Anfang 2017 stand der Messcontainer an der Wilhelm-Külz-Straße in Cottbus. FOTO: M. Behnke

Cottbus. Ein Messcontainer verschwindet. An seiner Stelle entsteht eine Lücke in der Blumenrabatte. Nun wurde sie geschlossen – nach einem langen Verfahren.

Was aus Verwaltungssicht als völlig normales Prozedere erscheint, kann von außen betrachtet ein Kuriosum sein. So geschehen mit einer Rabatte in der Wilhelm-Külz-Straße in Cottbus. Dem damaligen Stadtverordneten der Linken, Steffen Picl, war der Vorgang aufgefallen. Das Landesumweltamt veröffentlichte eine Ausschreibung für die Bepflanzung einer Fläche, so groß wie ein Schreibtisch. Letztendlich wurde der Auftrag dann doch direkt vergeben. Immerhin: Das Ergebnis stimmt.

Steffen Picl schüttelt bei der Erinnerung immer noch den Kopf. Schließlich umfasst besagte Fläche sage und schreibe vier Quadratmeter. Im Wirtschaftsausschuss fragte er deshalb in Richtung Verwaltung: „Sagen Sie mal, kann man das nicht auf dem kleinen Weg regeln?“ Nach kurzer Pause fügte er an: „Die Fläche wächst doch sogar von allein zu.“

Die Stadt Cottbus hatte mit dem Vorgang allerdings nur indirekt zu tun. Sie ist die Eigentümerin der Fläche, die von 2011 bis 2017 vom Landesumweltamt genutzt wurde. In der Rabatte stand in der Zeit ein Luftmesscontainer. Das war ein Ersatzstandort beziehungsweise eine Ergänzung zur Messstelle in der Bahnhofstraße, die in den Jahren 2011 und 2012 umgebaut wurde. Wiebke Theuer-Glamann erklärt: „In der Bahnhofstraße war wegen der Bauarbeiten zeitweise kein Messbetrieb möglich, ohne die empfindliche Messtechnik zu beschädigen.“ Die Sprecherin des Landesamtes für Umwelt (LfU) ergänzt: „Für die Messstelle an der Wilhelm-Külz-Straße bestand eine Vereinbarung mit der Stadt Cottbus, auf deren Fläche der Container aufgestellt war.“

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