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Kein Ende im Prozess vor dem Cottbuser Landgericht

Vorwürfe im Mordfall Gerda K.

Die Akten stapeln sich im Prozess um den Mord an Gerda K, die Widersprüche in den Akten nehmen offenbar zu. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Cottbus. Der Mordfall Gerda K. bewegt die Gemüter in der Lausitz. Zwei Jahre nach dem Tod der Cottbuserin zieht sich der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter weiter hin. Und nun gibt es Vorwürfe gegen die Ermittler.

Am kommenden Sonnabend jährt sich der Todestag der Cottbuser Rentnerin Gerda K. zum zweiten Mal. Seit rund 14 Monaten läuft der Prozess gegen ihren mutmaßlichen Mörder vor dem Cottbuser Landgericht. Ein junger Syrer soll, so die Anklage, die Rentnerin in ihrer Wohnung getötet haben. Jetzt erhebt sein Anwalt schwere Vorwürfe gegen die Ermittlungsbehörden: Immer wieder seien vorgelegte Akten unvollständig, Spuren seien zum Teil nicht mehr auffindbar, andere seien ungenau erfasst und dadurch nur schwer bestimmten Fundorten zuzuordnen.

Aus diesem Grund, so der Cottbuser Anwalt Christian Nordhausen, seien auch nach über 50 Verhandlungstagen erst maximal 15 der insgesamt 50 bis 60 Zeugen angehört worden. Weitere Verhandlungstermine sind bis in den Februar 2019 hinein angesetzt. Ob dann mit einem Urteil zu rechnen ist, sei auch nach Einschätzung des Landgerichtes bisher offen. Gerichtssprecher Frank Merker bestätigt gegenüber der RUNDSCHAU, dass die Frage der Vollständigkeit der dem Gericht vorliegenden Ermittlungsakten Gegenstand der Hauptverhandlung ist.

Sorgsam hat die Polizei den letzten Tag der Ermordeten rekonstruiert. Dazu auch die Bürger befragt. FOTO: Annett Igel-Allzeit
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