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Die Straßenbahn bekommt am Freitag einen Arbeitswagen als Vorhut. Schließlich ist seit fast drei Jahren keine Bahn mehr durch die Bahnhofstraße gefahren. Die Schienen haben einen Schliff nötig. Das erledigt der Wagen. Außerdem ist der Stromabnehmer des Arbeitsfahrzeugs weniger empfindlich als der der Straßenbahn. Das wird wichtig, wenn es in den neu gebauten Abschnitt auf dem Vorplatz geht.

Doch vor der Premiere kommt es zu einem kleinen Malheur. Die Fahrleitung in der Bahnhofstraße hat keinen Strom. Der Arbeitswagen bleibt vor der Arbeitsagentur stehen. Ein Techniker saust vom Bahnhof los, um das Problem zu lösen. Derweil macht die Teststraßenbahn einem anderen Fahrzeug Platz und fährt kurzerhand nach Ströbitz, um den regulären Fahrplan nicht durcheinanderzubringen.

Mit 29 Minuten Verspätung und Bremse

Mit 29 Minuten Verspätung fahren Arbeitswagen und Straßenbahn den Bahnhofsberg hinauf. Die Polizei hält den Verkehr an. Die Ampeln sind noch nicht in Betrieb. Zuerst nimmt der Arbeitswagen die Kurve. Langsam. Es quietscht. Dann folgt die Straßenbahn. In ihrer Anzeige steht „Willkommen am neuen Hauptbahnhof“. Fahrer Bernd Bauersachs bremst vorsichtig. Die Bahn nimmt die Einfahrt ohne Probleme und fährt unter das eingerüstete Haltestellendach. Es wird gemessen und geprüft. Die Bahn fährt mehrmals vor und zurück, geht dann auf Tour in Richtung Jessener Straße – alles ohne Probleme.

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