ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Cottbus

Cottbuser Feuerwehr geht neue Ausbildungs-Wege

Die angehenden Leitstellen-Disponenten müssen die Abläufe einer Rettung aus der Sicht von Feuerwehr und Rettungsdienst kennen. FOTO: Feuerwehr Cottbus / Benny Bastisch

Cottbus. Angehende Leitstellen-Disponenten absolvieren den ersten maßgeschneiderten Lehrgang.

Die Männer und Frauen, die in der Leitstelle Lausitz die Notrufe entgegennehmen und Hilfe auf den Weg schicken, haben bisher einen sehr langen Ausbildungsweg hinter sich. Sechs Jahre sind keine Seltenheit, sondern Normalität. Denn sie sind Berufsfeuerwehrleute oder Rettungsassistenten mit einer Zusatzausbildung für die Leitstelle. Der Zugang zu diesem wichtigen Job ist nun auch in Brandenburg vereinfacht worden. Bei der Cottbuser Berufsfeuerwehr haben die ersten neun angehenden Leitstellen-Disponenten am Mittwoch ihren Pilotlehrgang erfolgreich abgeschlossen. In passgenauen Modulen geht die Ausbildung in den nächsten Monaten weiter.

Der Leitstellen-Disponent ist bislang kein Berufsbild. Deshalb der Umweg über Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch mit der Vereinfachung der Ausbildung bleibt das so, betont Lehrgangsleiter Thomas Bülow. Denn die Disponenten müssen die Abläufe einer Rettung vollkommen verinnerlicht haben. Doch wer am Computer sitzt und die Alarmierung in die Wege leitet, muss eben nicht unbedingt höhentauglich sein, wie es von einem Feuerwehrmann erwartet wird, dafür aber ein Spezialist im Sammeln von Informationen sein.

Leitstellen-Teamleiter Thomas Roick-Buder erklärt: „Der Bedarf an neuen Leuten ist riesig. Auch wir spüren den Generationswechsel.“ Deshalb begrüßen die Feuerwehrleute den neuen Weg der Ausbildung. Sieben aus dem aktuellen Lehrgang sollen ihren Dienst in der Leitstelle Lausitz antreten. Für das nächste Jahr gibt es demnach bereits Anmeldungen aus ganz Brandenburg für die Ausbildung.

top