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Neues Zuhause

Cottbuser Schlosskirchen-Glocke zieht aufs Dorf

Die Glocke der Cottbuser Schlosskirche hat ein neues Zuhause gefunden in der Dorfkirche Lichtenberg bei Frankfurt (Oder). FOTO: MOZ/Sonja Jenning / Sonja Jenning

Cottbus/Lichtenberg. Von der Schlosskirche nach Lichtenberg: Sonntag findet die Weihe mit Festgottesdienst statt.

Von der großen Stadt aufs Dorf – diesen Umzug hat die Glocke aus der Cottbuser Schlosskirche hinter sich gebracht. Nun hängt sie im Turm der Dorfkirche Lichtenberg am Rande von Frankfurt (Oder). Nachdem sie Heiligabend bereits das erste Mal geläutet hat, wird sie am Sonntag mit einem Festgottesdienst geweiht. Dann ist sie endgültig im neuen Zuhause angekommen und wird ihren Klang-Dienst verrichten. Für die Lichtenberger wird das ein emotionaler Moment, vollendet er doch ein großes Gemeinschaftswerk.

Lichtenbergs Ortsvorsteherin Ellen Thom ist ganz gerührt. „Diese kleine Cottbuser Glocke“, sagt sie und schiebt nach: „Sie wirkt wie ein Baby, wenn ich unsere Glocke dagegen betrachte. Unsere riesige beschädigte Glocke steht neben der Kirchenruine. Sie wurde durch den Zweiten Weltkrieg beschädigt. Letztmalig wurde sie im Dezember vergangenen Jahres per Hand zum Klingen gebracht.“ Künftig übernimmt die „kleine Glocke aus Cottbus“ diese Aufgabe und wird damit zur Lichtenbergerin. Ellen Thom sagt: „Sie ist etwas Besonderes. Wir sind dankbar für das Geschenk. Erklingt sie – hört es sich zuerst etwas stolprig an. Dann aber folgt ein ruhiger Gleichklang. Ich bin dankbar und fühle mich getragen. Der Klang ist besonders. Ich komme zur Ruhe.“

Es ist dem gemeinsamen Engagement von Ellen Thom und Pfarrerin Katharina Falkenhagen und der Hilfe des ganze Dorfes zu verdanken, dass die Kirche von Lichtenberg wieder auferstanden ist. Fast 60 Jahre stand sie als Ruine auf der kleinen Anhöhe, war ganz zugewachsen, als die Frauen im Jahr 2000 die Dorfgemeinschaft vom Wiederaufbau überzeugten.

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