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Aus dem Gerichtssaal

Kokainprozess führt zu sechsjähriger Haft

Zwei Monate dauerte ein Prozess am Landgericht Cottbus, bei dem ein 45-Jähriger wegen Drogenhandels angeklagt war, FOTO: Frank Hilbert

Cottbus. Das Landgericht Cottbus hat einen 45-jährigen Mann wegen Handels mit Betäubungsmitteln zu einer Haftstrafe verurteilt. Aussagen von Ermittlern deuten auf ein weit verzweigtes Drogen-Netzwerk hin.

Das Landgericht hat einen 45-jährigen Mann aus Cottbus wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Zwei Monate dauerte der Prozess um den Angeklagten Ronny N. Laut Anklageschrift hatten Polizeibeamte in seiner Wohnung mehr als 200 Gramm Kokain gefunden, weitere Drogen wie Haschisch und 5121 Euro in bar. Auf seinem Couchtisch habe ein Springmesser gelegen.

Ronny N. hatte das Kokain in einem Flurschrank aufbewahrt, wie er selbst vor Gericht einräumte. Nach seinen Worten wollte er es allerdings nur für einen Freund aufbewahren: „Er hatte mir als Gegenleistung für das Einlagern zugesichert, mich am Kokain im Eigenbedarf bedienen zu können“, teilte er in einer persönlichen Erklärung mit.

Allerdings deuteten die Aussagen von Ermittlern auf ein weit verzweigtes Netzwerk hin. Ihre Spur führte von einem Crystal-Labor in Dresden über eine Ferienwohnung in Finsterwalde bis zum Einbauschrank in Cottbus. So habe der besagte Freund des Angeklagten namens Tino  L. in Dresden drei Kilogramm Crystal erhalten. Als das Labor aufflog, tauchte er in einer Ferienwohnung in Finsterwalde unter, besuchte Ronny N. jedoch mehrmals in dessen Cottbuser Wohnung, wie eine Observation ergab.

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