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Letzte Etappe einer langen Bauzeit startet

Eine Kirche auf Wanderschaft

So soll die Lutherkirche nach der Umgestaltung des Innenraumes einmal aussehen. FOTO: BvdM Architekten

Cottbus. Während des Innenausbaus der Lutherkirche will die Gemeinde in der ganzen Stadt unterwegs sein.

In der Cottbuser Lutherkirche startet Ende des Monats die letzte Etappe einer langen Bauzeit. Im Jahr 2005 wurde hier das Außengelände samt Terrasse, Rampe und Kirchhof neu gestaltet. Im Jahr 2012 war das Dach dran. Zwei Jahre später wurden die Außenbereiche saniert. Am 23. September fällt nun der Startschuss für die aufwendige Innensanierung. Mit einem besonderen Gottesdienst soll einen ganzen Tag lang Abschied von der „alten Lutherkirche“ gefeiert werden. Dann beginnen die Bauarbeiten, für die rund sechs Monate veranschlagt sind. Für mehr als 700 000 Euro sollen Elektrik, Beleuchtung und Heizungsanlagen erneuert werden. Der Innenbereich des großen Kirchschiffs wird umgestaltet. Die Wände bekommen frische Farbe.

Die Ideen für die Innengestaltung hat die Gemeinde in einem monatelangen Prozess gemeinsam mit dem Berliner Architekturbüro BvDM entwickelt. Die neue Lutherkirche soll heller, luftiger, natürlicher daherkommen. „Die wie eine Landschaft geschwungene Gestaltung der Altarstufen verdeutlicht die Lebendigkeit des zu verkündigenden Evangeliums“, heißt in einer Projektbeschreibung. Durch indirekten Lichteinfall hinter dem Altarbereich sollen bei Gottesdiensten und Veranstaltungen besondere Stimmungen erzeugt werden. „Indem wir zwei Bankreihen wegnehmen und die Bänke insgesamt einkürzen, verlieren wir zwar ein paar Besucherplätze, aber so haben wir mehr Raum für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen“, beschreibt Gemeindekirchenratsmitglied Dieter Löbens.

Auch im Eingangsbereich der Kirche wird es merkliche Veränderungen geben. Durch geschickte Wandgestaltung soll sich für den Eintretenden das in hellen Farben gestaltete Kirchenschiff wie durch einen Trichter öffnen. Im dunkel abgesetzten Eingangsbereich soll auf der linken Seite ein leicht abgeteilter Raum für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entstehen und auf der rechten Seite ein sogenannter „Raum der Stille“. Dieter Löbens: „Hier sollen unsere Gemeindemitglieder mal in Ruhe eine Kerze anzünden und beten können.“

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