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Das Leben von Migranten in Cottbus

„Wir möchten so gern arbeiten“

Langeweile gehört zu den großen Problemen junger Flüchtlinge. Viele von ihnen würden gern eine Arbeit aufnehmen. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Cottbus. Sie sind jung, sie wollen etwas tun, sie haben ein Jobangebot. Annehmen dürfen es die jungen Flüchtlinge nicht. Ihnen fehlen wichtige Papiere.

 Vor vier Jahren ist Maurice* nach Cottbus gekommen. Kindheit und erste Jugend in seiner afrikanischen Heimat waren geprägt durch ständige Bedrohung durch marodierende Banden. Mit 15 Jahren entschloss er sich zur Flucht. Vier Jahre war er unterwegs, bis Europa erreicht war. Heute lebt der junge Mann in einer kleinen Cottbuser Wohnung und könnte eigentlich zufrieden sein. Wenn die quälende Unsicherheit nicht wäre.

Noch immer ist sein Aufenthaltsrecht nicht geklärt. Und noch immer muss er von der Grundsicherung durch das Sozialamt leben. Maurice möchte arbeiten, sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Nicht auf Kosten der Gesellschaft leben. Also hat er einen Job gesucht – und gefunden. Mit seinem Arbeitsvertrag ging er zur Cottbuser Ausländerbehörde, um eine Arbeitserlaubnis zu beantragen.

Die Antwort der Behörde lautete: „Nein“. Keine Arbeitserlaubnis für Maurice. Also auch keine Arbeit. Kein Recht auf ein eigenständiges Leben in Deutschland. Denn ihm fehlt der Pass. Oder ein anderes Identitätspapier.

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