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LR vor Ort

Der lange Weg zur Ostsee-Stadt

Blick auf die Baustelle für die Kaimauer vom Merzdorfer Aussichtsturm. FOTO: Michael Helbig

Cottbus. Der Ostsee ist das Zukunftsprojekt für Cottbus. Was dafür nötig ist, will die RUNDSCHAU am 21. Februar mit den Verantwortlichen in einem Gespräch ausloten.

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Zukunft haben die Cottbuser im Januar bekommen. Sieben Tage lang floss Wasser in den Ostsee. Die Menschen reisten in Schwärmen an das künftige Ufer, erklommen den Merzdorfer Aussichtsturm, spazierten nach Lakoma und sahen dort von der Plattform zu, wie das Wasser in die Tiefe rauschte. Was bislang in weiter Ferne schien, war plötzlich ganz nah. Genauso wie mancher Traum.

Von denen haben die Cottbuser viele. Schließlich ist der Ostsee für die Stadt das wichtigste Zukunftsprojekt – eines dass Cottbus maßgeblich verändern wird. So entsteht mit dem Hafen ein komplett neues Stadtquartier. Das verleitet auch Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) zum Träumen. Er wünscht sich einen CO2-neutralen Stadtteil am Ufer des Sees, der ein Zuhause für die Wissenschaft und die Einwohner gleichermaßen bietet mit Energiecampus und einer von Wasserwegen durchzogenen modernen Gartenstadt.

Die Grundlage für eine solche Zukunft ist der See. Das Bergbauunternehmen Leag verantwortet nach der Auskohlung des einstigen Tagebaus Cottbus-Nord die Verwandlung in den Ostsee. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen die künftigen Ufer und Böschungen befestigt und gigantische Erdmassen bewegt, um die Bärenbrücker Bucht, Inseln und den Seeboden herzurichten. Der Einlauf in Lakoma ist fertiggestellt. Die nötigen Funktionstests fanden vor gut anderthalb Monaten statt. Deshalb floss das Wasser in den See.

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