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Die Geschichte einer Cottbuser Kult-Bar

Vom Sternchen zum Star

Foto: Erich Schutt FOTO: Erich Schutt

Cottbus. Die Milch-Mokka-Eisbar Kosmos, von den Cottbusern liebevoll „Sternchen“ genannt, zählte zu den Attraktionen der Stadt. In den 70er-Jahren erreichte die Bar als Szenerie in der DEFA-Produktion „Die sieben Affären der Doña Juanita“ das breite Fernsehpublikum. So ausgelassen feierten die DDR-Stars im Sternchen.

Cottbus Mit der Eröffnung der Milch-Mokka-Eis-Bar „Kosmos“ begann auch die Karriere von Hans-Jürgen Nickusch. In Cottbus zählte er 1969 zur lokalen Prominenz. Damals bestimmte reges Treiben an der Stadtpromenade das Bild. Neben der Kosmos-Bar gab es eine ausgedehnte Grünfläche, das Konsument-Warenhaus und den rechteckigen Springbrunnen unmittelbar vor der Kosmos-Bar.

Nickuschs Bühne: Der Tresen im „Sternchen“. So nannten die Cottbuser das Eiscafé, das 1969 anlässlich des 20. Jahrestages der DDR-Gründung eröffnet wurde. Aus der Zubereitung eines Getränks machte Nickusch eine unterhaltsame Show. Dabei flogen die Zutaten – Eier, Flaschen und Obst – meterhoch in Richtung Decke. Eine Attraktion, die auch der benachbarten Berufsschule in Sandow nicht entging. Ehefrau Ursula Nickusch, die ebenfalls im „Kosmos“ bediente, erinnert sich: „Der Nachwuchs kam oft zu uns. Die angehenden Kellner und Köche sollten von Hans-Jürgen lernen“. In Gruppen marschierten die Schüler mitsamt Lehrern zur Stadtpromenade, um die akrobatischen Kunststücke hinterm Tresen zu bewundern.

Schauspieler und Sänger kamen nach Cottbus ins Sternchen

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