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Nach den Wahlen in Sachsen und Brandenburg

Tief im Osten, wo die Sonne verstaubt

Wenn der Wind kräftig durch den Tagebau Nochten fegt, liegt manchmal ein Grauschleier in der Luft.FOTO: Christian Köhler

Cottbus. Kohle, Strukturwandel, Landtagswahl – plötzlich ist die Lausitz berühmt im ganzen Land. Aber selbst ein Image als abgehängter ländlicher Raum muss nicht nur schlecht sein.

„Weißwasser in der Lausitz. Bis nach Polen sind es zehn Kilometer. Die Braunkohle liegt noch näher. Wer auf der Ausfallstraße Richtung Osten nicht früh genug bremst, kann ins Baggerloch fallen. Wer hier Gehör finden will, muss freundlich zur Kohle sein...“ So oder so ähnlich fangen viele Geschichten an, die über die Lausitz erzählt werden. In den Wochen vor den Landtagswahlen waren es viele. Meist kam die Region dabei nicht sehr gut weg, aber darum ging es auch.

Plötzlich ist die Lausitz überall. Kaum eine Tagesschau, in der nicht irgendwo bekannte Bilder aus der Heimat auftauchen. Leere Dorfstraßen, schmucke Häuser, Kohlebagger. Cottbus, Weißwasser, Forst sind jetzt bekannte Orte auf der deutschen Landkarte, sogar Ortrand. Das ganze Land redet über den äußersten Osten, als gäbe es kein Saarland und keinen Ruhrpott mehr. Wo immer von strukturschwachen Gegenden die Rede ist, kommt die Lausitz ins Bild. In letzter Zeit ist das oft.

Da, wo die AfD besonders stark ist

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