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Lausitz

Noch ein Mitspieler für den Wandel

Lausitzer Seenland von obenFOTO: LMBV

Cottbus. Ein überraschender Vorstoß von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) führt zur Debatte in der Lausitz.

Die Bergbausanierer der LMBV als Projektträger für den Strukturwandel in der Lausitz: Der Vorstoß von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) beim „Forum Lausitz“ am Donnerstag in Weißwasser sorgt für Diskussionen und auch Aufregung in der Region. Bis dahin hatte kaum jemand den Bergbausierer in Sachen Strukturwandel auf der Agenda.

So spricht der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Cottbus Knut Deutscher gegenüber der RUNDSCHAU von „einem pragmatischen Vorschlag“. Er könne für die inzwischen mehr als anderthalb Jahre andauernde Suche nach „Mitspielern“ und Akteuren für diesen Entwicklungsprozess „nur hilfreich sein“.

Was sich Sachsens Regierungschef genau unter dem Projektträger LMBV vorstellt, bleibt unterdessen offen. Er hatte  unter Verweis darauf, dass die Bergbausanierung mit Mitteln des Bundes und der Länder eine Erfolgsgeschichte sei, erklärt, dass die bundeseigene Gesellschaft als funktionierendes Instrument eines Umgestaltungsprozesses weiter genutzt werden sollte. Am Rande der Groko-Verhandlungen sollen Kretschmer sowie die  Ministerpräsidenten von Brandenburg und Sachsen-Anhalt, Dietmar Woidke (SPD) und Reiner Haseloff (CDU), nach RUNDSCHAU-Informationen über diese Möglichkeit gesprochen haben. Vorstellbar ist, dass die bundeseigene LMBV nötige Infrastrukturprojekte für die Umsetzung von Strukturentwicklungsvorhaben plant und realisiert. Auch könnte sie für die Verwaltung von Mitteln des Bundes, die sich auf Hunderte Millionen Euro im Jahr belaufen könnten, zuständig sein.

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