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Nahverkehr

Die Straßenbahnlinie 1 wackelt

Die Zukunft der Linie 1 nach Alt Schmellwitz ist offen. Bis zur Eröffnung des neuen Mobilitätszentrums am Hauptbahnhof ist ihr Bestand gesichert. FOTO: Michael Helbig

Cottbus. Die Stadt will den öffentlichen Nahverkehr optimieren. Der Weg dahin sorgt für Diskussionen.

In den vergangenen Wochen haben die Ausschüsse der Stadtverordneten das Haushaltssicherungskonzept HSK für die nächsten vier Jahre beraten. Auf Seite 31 des HSK-Papiers findet sich ein Absatz zum Nahverkehr, der heftige Sprengkraft entfaltet.

In dem Vorschlag geht es um eine Neustrukturierung der Straßenbahnführung. Dahinter verbirgt sich zunächst folgende Idee: Der nördliche Ast der Linie 1 in Richtung Am Anger soll nur noch von Bussen bedient werden, außerdem soll sich der Straßenbahnverkehr auf drei Linien konzentrieren. Vorgeschlagen werden Ströbitz – Jessener Straße, Sandow –  Madlow und Neu Schmellwitz – Sachsendorf. Dadurch könnten Fahrgastzahlen und Einnahmen erhöht werden. Cottbusverkehr und Stadt diskutieren das Thema, auch im Finanzausschuss sind die Linie 1 und die „Konzentration auf drei Linien“ Anlass heftiger Debatten. Wolfgang Bialas (CDU): „Wenn wir im Rahmen unserer Investitionen zum neuen Mobilitätszentrum darüber reden, dass alle Straßenbahnlinien über den Hauptbahnhof geführt werden, können wir nicht gleichzeitig im HSK beschließen, dass die Linie 1 zwischen Hauptbahnhof und Anger als Bus betrieben wird. Damit stellen wir scheibchenweise unsere Straßenbahn infrage.“

Auch Joachim Käks (CDU) warnt davor, funktionierende E-Mobilität einzuschränken und auf ein Mehr an Bussen zu setzen. Marianne Spring-Räumschüssel (AfD) erinnert daran, wie sehr die letzte Diskussion um den Erhalt der Straßenbahn für Zerwürfnisse innerhalb der Stadt gesorgt habe. „Kurz vor dem Kommunalwahlkampf wieder eine Straßenbahndiskussion? Das wird lustig.“

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