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Invasive Pflanzen

Ambrosia wird im Findlingslabyrinth erforscht

Eine Methode, Ambrosia zu entfernen, ist das Ausreißen noch vor der Blüte. FOTO: Rüdiger Hofmann

Steinitz. Koordinator Matthias Hoffmann will im Drebkauer Ortsteil Steinitz die invasive Art mittels heimischer Pflanzen zurückdrängen. Das Experiment soll mehrere Jahre laufen, Ausgang offen.

Das geplante Findlingslabyrinth am Radweg zwischen Steinitz und Domsdorf dient neuerdings als Testfläche. Experte Matthias Hoffmann will überprüfen, ob eine besonders invasive, fremde Pflanzenart, das Beifußblättrige Traubenkraut, besser unter der Bezeichnung Ambrosia bekannt, durch die Konkurrenz mittels einheimischer Gewächse reduziert werden kann. Das Projekt, das im Spätherbst 2018 gestartet ist, soll mehrere Jahre laufen. Matthias Hoffmann ist seit dem vergangenen Jahr Brandenburgs Ambrosia-Beauftragter.

Die Entscheidung für die Testfläche ausgerechnet innerhalb tausender Findlinge ist nicht zufällig gefallen. „Die Gemeinde Drebkau ist zum einen die wohl am stärksten von der Ambrosia betroffene Kommune Brandenburgs. Darum lag der Gedanke nahe, dort eine geeignete kommunale Fläche zu suchen. Zum anderen ist das Findlingsareal seit einigen Jahren unberührt und wird gegenwärtig nicht anderwärtig genutzt. Und die unerwünschte Ambrosia ist auch dort reichlich vorhanden“, begründet der Fachmann.

Überrascht habe Hoffmann, dass sich inmitten der größeren und kleineren Steine auch ohne Nutzung des Areals noch jede Menge der invasiven Pflanzenart dort befinden. Mit ersten Ergebnissen bezüglich des Experiments sei frühestens zum Ende dieses Jahres zu rechnen. Denn die Ambrosia blüht und fruktifiziert erst im Hochsommer.

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