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DUH-Klage

Landesbergamt prüft Genehmigung für Tagebau Jänschwalde

Vorschnitt im Tagebau Jänschwalde. Dort muss eine spezielle Umweltprüfung bis September nachgeholt werden. FOTO: ZB / Patrick Pleul

Cottbus. Das Energieunternehmen Leag hat in dieser Woche alle notwendigen Prüfunterlagen für den Tagebau Jänschwalde vorgelegt, die das Landesamt für Begbau, Geologie und Rohstoffe Ende Juni für eine spezielle Umweltprüfung nachgefordert hatte. Bis September muss das Prüfverfahren abgeschlossen sein.

Der Lausitzer Tagebaubetreiber Leag hat in dieser Woche beim Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) in Cottbus neue, umfangreiche Umwelt-Unterlagen für den Tagebau Jänschwalde vorgelegt. Das bestätigte der zuständige LBGR-Abteilungsleiter für Braunkohlen- und Sanierungsbergbau Uwe Sell am Freitag der RUNDSCHAU.

Wogegen Umweltverbände klagen

Ausgangspunkt für die Nachforderung der Unterlagen ist ein viel beachtetes Verfahren am Verwaltungsgericht Cottbus. Dabei klagt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit der Grünen Liga gegen die Genehmigung des Hauptbetriebsplans 2019 für den Tagebau im Spree-Neiße-Kreis. Die Umweltverbände kritisieren die Inbetriebnahme neuer Filterbrunnen beim Fortschreiten des Tagebaubetriebes, die ihrer Ansicht nach zum Austrocknen schützenswerter Feuchtgebiete in der Region führen würden. Die Kläger fordern daher eine Umweltverträglichkeitsprüfung unter den Vorgaben der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH). Die war bei der Genehmigung des Hauptbetriebsplanes Ende 2018 nicht erfolgt.

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