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Jubiläum

100 Jahre und noch Dampf im Kessel

100 Jahre Brigadelok 99 001 FOTO:

Cottbus. Großes Eisenbahnfest mit Dampflokparade und Oldtimern beim Festwochenende der Cottbuser Parkeisenbahn

Mit einem großen Fest und viel Dampf unter den Kesseln feierte die Cottbuser Parkeisenbahn am Wochenende das 100-jährige Jubiläum ihrer Brigadelok 99001. Dabei waren auch dampfende baugleiche Maschinen u.a. aus Weißwasser und Berlin. Alle haben ähnlich viele Jahre auf dem Kessel wie die Cottbuser Geburtstags-Lok.

Frisch gewienert schnaufte sie am Samstagmorgen aus dem Depot auf das Gleis am Bahnhof Sandower Dreieck und wurde von der ersten Minute an von den zahlreichen Gästen des Parkeisenbahn-Festes bestaunt. Karsten Wießner, Lokführer und Ausbilder der Cottbuser Parkeisenbahn wurde die Ehre zuteil, an diesem Tag die 100-Jährige auf den 3,2 Kilometer langen Rundkurs zwischen den Bahnhöfen Sandower Dreieck und Park & Schloss Branitz zu fahren. Und ganz wie es sich gehört mit weißen Handschuhen. „Die Eisenbahn war die Verkehrsrevolution des vorherigen Jahrhunderts. Da war es üblich, dass der Lokführer in Frack, Zylinder und mit weißen Handschuhen im Führerstand der Dampflokomotive stand“, erzählte er, während er dem noch etwas schüchternen Max (8) die Funktionsweise der einzelnen Rädchen und Hebel im Führerstand der betagten Jubilarin erklärte. „Soweit treiben wir es heute nicht, aber dafür tragen wir heute stolz die Uniformen der Deutschen Reichsbahn, denn so haben wir ja auch als Pioniereisenbahner angefangen“, fügte er hinzu.

Bevor die Dampflokparade mit der Cottbuser Brigadelok und ihren Gästen über die Gleise schnaufte und ab 13 Uhr den Regelbetrieb mit zahlreichen Fahrgästen aufnahm, gab es noch einen Festakt, der musikalisch vom Duo Harmonie (Anke Wingrich und Ulrike Burkert) und David Oistrachs Lieblingsstück „Ledair - Presto“ eingeleitet wurde. Dennis Kettlitz, der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der Cottbuser Parkeisenbahn e.V. erinnerte daran, dass die Cottbuser Brigadedampflok kurz nach Ende des 1. Weltkrieges als Heeresfeldbahn ausgeliefert worden war und im Krieg nicht mehr zum Einsatz kam. Somit sei die Cottbuser Brigadedampflok nur im Frieden gefahren, und er hoffe, dass dies noch lange so bleiben möge. Und mit einem Schmunzeln erinnerte er auch daran, dass die Cottbuser Pioniereisenbahn zu ihrer Gründung im Jahr 1954 nur 200 Meter weit fahren konnte, da die Gleise damals nicht rechtzeitig fertig geworden waren.

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