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Flüchtlingsdebatte

Cottbus probt den Bürger-Dialog

Auftakt zum ersten von sechs Stadtteilgesprächen am Dienstagabend in der gut besuchten Cottbuser Oberkirche. FOTO: Michael Helbig

Cottbus. Kontroverse erste Bürger-Runde der Stadtverwaltung am Dienstag zum Flüchtlingsthema. Auch Funktionäre von AfD und NPD ergriffen das Wort.

Zwei Theologen als Moderatoren, der Ort des Gespräches die Cottbuser Oberkirche. Schon das warb um Friedfertigkeit und zivilisierten Umgang miteinander an diesem Abend. „Toleranz“, mahnte Uwe Weise, einer der Moderatoren, „bedeutet nicht Akzeptanz, aber die andere Meinung zu ertragen.“ Das gelang den etwa 300 Versammelten an diesem Abend auch weitgehend.

Auf dem Podium blieb Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) den Abend über allein. Der Stuhl neben ihm blieb leer. Dort hatte Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Drogla (SPD) sitzen sollen. Wegen einer Premiere im Piccolo-Theater, dessen Leiter Drogla ist, werde er sich verspäten, so die Ankündigung zu Beginn. Doch er kam auch in den folgenden zwei Stunden nicht.

Vier Monate nach zwei gewalttätigen Zwischenfällen mit jungen Syrern in der Cottbuser Innenstadt, fremdenfeindlichen Demonstrationen und bundesweiten Schlagzeilen bot die Stadtspitze am Dienstagabend nun zum ersten Mal Bürgern ein offenes Gespräch zur Situation nach dem Zuzug vieler anerkannter Flüchtlinge nach Cottbus an.

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