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Cottbuser diskutieren über das Schulessen

Gemüse kämpft gegen Hamburger

Nicht einmal die Hälfte aller Schüler in Cottbus nimmt das Essensangebot wahr. Mit steigendem Alter verzichten sie öfter darauf. FOTO: dpa / Hauke-Christian Dittrich

Cottbus. Fachleute erforschen mögliche Gründe für das sinkende Interesse an Mahlzeiten in der Schule.

Die Konkurrenz lauert überall. Knusperseelachsfilet steht den Schülern zur Wahl, ebenso Rindfleisch mit Meerrettichsoße und Gemüseschnitzel mit Volkornnudeln. Dieses Menü haben die Mitarbeiter der Procon Service & Verwaltung GmbH für den vergangenen Freitag zusammengestellt. Sie beliefern Cottbuser Schulen mit Essen für die Mittagspausen.

Doch viele Jugendliche entscheiden sich für ganz andere Angebote. Lieber besuchen sie einen benachbarten Supermarkt oder einen Fast-Food-Stand. Gegen diese Konkurrenz werben die klassischen Anbieter des Schulessens um ihre Kunden – und das Geschäft wird härter.

Die Mitarbeiter des Cottbuser Rathauses haben eine Statistik zusammengestellt. Daraus geht hervor, dass nur 44,7 Prozent der Jahrgangsstufen Eins bis Zehn am Schulessen teilnehmen. Je älter die Kinder werden, desto öfter verzichten sie auf diesen Service. So berichtet der Vorsitzende des Bildungsausschusses in Cottbus, Dieter Schulz von der Fraktion aus AUB und SUB: „Am Pückler-Gymnasium strömen die Massen in alle Richtungen aus, um sich zu versorgen.“ Von einem „grundsätzlichen Problem an den Oberschulen“ spricht Mario Jähnichen. Er leitet den Bereich für Küchen und Catering bei der Procon Service & Verwaltung GmbH. Als Beispiel nennt er die Sachsendorfer Oberschule. Nur 20 von 230 Besuchern nehmen dort am Essen teil. Dabei bietet die Firma stets mehrere Alternativen an, zu denen auch eine vegetarische Mahlzeit zählt.

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