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Schnelles Urteil

Gericht verurteilt Autohehler einen Tag nach Festnahme

Schneller Fahndungserfolg, schnelles Urteil. FOTO: Frank Hilbert

Cottbus. Ein 34-jähriger Pole war beauftragt worden, einen in Magdeburg gestohlenen Mazda nach Warschau zu bringen. Jetzt soll er eine Strafe von 3600 Euro zahlen.

Am Mittwochmorgen hatte die Polizei auf der A 15 in Richtung Grenze einen 34-jährigen Polen geschnappt, der in einem in Magdeburg gestohlenen Mazda unterwegs war. Bereits am Donnerstag musste er sich in einem beschleunigten Verfahren vor dem Amtsgericht Cottbus verantworten.

Wie Amtsgerichtsdirektor Michael Höhr informiert, sei der Angeklagte von unbekannt gebliebenen Auftraggebern überredet worden, ein gestohlenes Fahrzeug nach Warschau zu überführen. Dafür sollte er 1500 Zloty erhalten. Dem Angeklagten sei vermutlich am Mittwochmorgen der Mazda 3 übergeben worden, der zwischen dem späten Dienstagnachmittag und Mittwochmorgen gestohlen worden war. Der Angeklagte habe von den Auftraggebern ein Navigationsgerät sowie ein Handy bekommen, um Kontakt zu ihnen zu halten. Ohne einen Führerschein zu besitzen, sei er mit dem gestohlenen Fahrzeug in Richtung polnische Grenze gefahren. Als ihn die Polizeibeamten dann kontrollierten, habe er sich gegen seine Festnahme nicht gewehrt.

Der Angeklagte wurde wegen versuchter Hehlerei in Tateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je 20 Euro (3600 Euro) verurteilt. Zudem ordnete das Gericht an, das bei der Tat benutzte Navigationsgerät und Handy einzuziehen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(pos)
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