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Update: Waldbrand-Schwerpunkt

Großbrand in der Lieberoser Heide

Immer wieder haben sich Brände auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose als sehr gefährlich und langwierig erwiesen.FOTO: Christian K“hler

Turnow/Preilack. Das Ausmaß des Großfeuers in der Lieberoser Heide ist viel gewaltiger als bisher angenommen. Statt der bis zum Donnerstagnachmittag vermeldeten 200 Hektar sind der erkundeten Lage vor Ort zufolge 350 bis 400 Hektar Fläche auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz von mehreren Bränden betroffen. Die Flammen fressen sich teilweise durch die gefährlichste Zone, in der sich besonders viel alte Munition befindet. Weitere Löschtrupps werden nun auch aus dem Berliner Umland und aus Sachsen angefordert.

Die Feuerwehrleute müssen sich auf einen längeren Einsatz einstellen. Jetzt wird auch die Versorgung der Brandbekämpfer vor Ort organisiert, bestätigt die Leitstelle Lausitz. Wegen des Großfeuers ist die Bundesstraße 168 zwischen Peitz und Lieberose voll gesperrt.

Einsatzkräfte sind bereits seit dem Nachmittag mit mehr als 40 Löschfahrzeugen aus Spree-Neiße, Cottbus und dem Spreewald angerückt. Der Brand ist außer Kontrolle, sagt der Waldbrandschutzbeauftragte des Landesforstbetriebes Brandenburg, Raimund Engel der RUNDSCHAU. Deshalb sind sehr schnell auch Feuerwehren auch aus dem Landkreis Dahme-Spreewald nachalarmiert worden. Die Berufsfeuerwehr Cottbus ist mit einer Spezialgruppe Logistik im Einsatz. Inzwischen wurde auch ein Löschhubschrauber der Bundeswehr angefordert. Denn die Munitionsverdachtsflächen dürfen nicht betreten und befahren werden. Das Vordringen zu den Brandflächen der roten Zone ist unmöglich.

Der Brand weckt schlimme Erinnerungen an Feuer in diesem Gebiet in den vergangenen Jahren, die die Feuerwehren teilweise tagelang in Atem hielten. Im Jahr 2017 hatten 250 Hektar Land auf dem Ex-Truppenübungsplatz, der zu großen Teilen als Naturschutzgebiet entwickelt wird, gebrannt. Dies war der größte Flächenbrand im Land Brandenburg.

(si/kw)
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