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Cottbus

Immer mehr Cottbusersind auf Pflege angewiesen

Cottbus. Schere zwischen Einkommen und Heimkosten.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Cottbus wächst. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Gleichzeitig zeichnen sich bereits heute wachsende Probleme in der Finanzierung der stationären Pflege ab. Darauf wies Michaela Lorenz während des Sozialausschusses am Mittwoch hin.

Die Geschäftsführerin des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Cottbus brachte dafür eindrückliche Zahlen mit. Demnach lag der durchschnittliche monatliche Anteil der Zuzahlung für eine Heimstelle im Jahr 2017 zwischen 1004 und 1985 Euro. „Darin sind noch nicht die bis zum Jahr 2020 geplanten Mindestlohnsteigerungen für die Altenpfleger enthalten“, erklärte sie. Dem gegenüber stellte sie das aktuelle durchschnittliche Brutto-Einkommen der Cottbuser: Das liegt laut Statistik bei 1800 Euro. Die Rente der Menschen wird künftig bei schätzungsweise 1000 Euro liegen. Die Schere zwischen Rente und Zuzahlungen für die Heimpflege werde in Zukunft weiterauseinander klaffen. Denn die Kosten für die Heimpflege werden steigen, prophezeite Michaela Lorenz.

Fazit: Die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu, genauso wie die Kosten für die Pflege. In Fällen, bei denen kein Geld für die Pflege übrig bleibt, muss der Sozialhilfeträger einspringen. Das ist die Stadt. In Cottbus liege der Anteil bereits heute bei 35 Prozent.

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