ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Heimatgeschichte

Neues Leben im alten Pückler-Haus

Wolfram Betker, Vorsitzender des Fördervereins „Altes Pfarrhaus“ Groß Döbbern zeigt bei einer Führung am vergangenen Sonntag Jutta Wahle die originalen Türen der früheren Räucherkammer. FOTO: Marion Hirche

Groß Döbbern. Förderverein „Altes Pfarrhaus“ Groß Döbbern beteiligt sich am Tag des offenen Denkmals.

In Groß Döbbern treffen sich heute die rund 30 Mitglieder des Fördervereins „Altes Pfarrhaus Groß Döbbern“ zur turnusgemäßen Vereinsversammlung jeden zweiten Dienstag im Monat. Dabei werden sie auf einen erfolgreichen Sonntag zurückblicken können. Da hat sich der Förderverein erneut am Tag des offenen Denkmals beteiligt. „Für uns ist das immer eine gute Gelegenheit, die Ergebnisse unserer Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen und außerdem Geld einzunehmen, was wir dringend als Komplementärmittel für Fördergelder brauchen. Mit unseren Mitgliedsbeiträgen würden wir nämlich nicht weit kommen“, betonte der Vereinsvorsitzende Wolfram Betker am Sonntag. Er stellte das Alte Pfarrhaus am Sonntag bei Führung vor.

Den Verein gibt es seit 2005. Er hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass alte Pückler-Gebäude wieder zu neuem Leben zu erwecken. Wer das Haus und das Areal vor 13 Jahren gesehen hat, hielt das damals für unmöglich. Mittlerweile ist das Pfarrhaus wieder ansehnlich, das Gelände ringsherum veranstaltungstauglich und der Innenausbau im Gebäude geht voran. „In diesem Jahr haben wir viel für die Zukunft des Bauwerks getan. Wir haben rings um das Haus alles aufgebaggert, haben die Feldsteine bis zum Sockel bearbeitet und neu verfugt. So haben wir die Feuchtigkeit aus dem Grundgerüst unseres Objektes bekommen“ wusste der Vereinschef am Wochenende zu berichten. Zudem hat der Verein auch im Umfeld einen großen Schritt getan: Zum Frühlingsfest konnte Richtfest am Holzpavillion gefeiert werden. „Den wollen wir zu Weihnachten fertig haben, also dann mit Dach, sodass wir dann auch für unsere Veranstaltungen im Dezember und Januar wenigstens etwas Dach über dem Kopf haben. Der Bau war dank der Gelder, die der Verein bei Veranstaltungen eingenommen hat, möglich“, verriet Betker.

Beim Rundgang im Pfarrhaus zeigte er die Fortschritte bei den Decken, die Räucherkammer, die wie früher mit Kuchenblech bestückten Türen wieder eingerichtet werden soll und bewies, dass das 1785 von Pückler erbaute Pfarrhaus, für die damalige Zeit sehr modern war: „Der Ofen für die Stube wurde vom Flur aus beheizt, man musste nicht mit der glühenden Kohle durchs Zimmer laufen“. Jutta Wahle, die als Hauskrankenpflegerin öfter in Groß Döbbern zu tun und deshalb schon viel vom Pfarrhaus gehört hat, wollte es am Sonntag nun genau wissen. „Ich bin begeistert, was ich hier erfahren habe, dass ist ein sehr interessantestes Haus mit ansprechender Geschichte. Der Weg hat sich gelohnt“, meinte die Cottbuserin.

top