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Kirche will den Strukturwandel moderieren

Der Braunkohleabbau in der Lausitz ist endlich. Was kommt danach? Die Kirche will die Diskussion moderieren.FOTO: dpa

Cottbus. Was hat eigentlich die evangelische Kirche mit dem Strukturwandel in der Lausitz zu tun? Diese Frage wird Burkhard Behr in den kommenden Monaten noch öfter beantworten müssen. Behr ist Pfarrer und Leiter des neu gegründeten Zentrums für Dialog und Wandel.

Die gemeinsame Einrichtung der Landeskirche und der vier Lausitzer Kirchenkreise will den Wandel in der Region "kirchlich begleiten", wie es in einer Mitteilung heißt. Offizieller und feierlicher Startschuss für das Zentrum ist am Freitag, 29. September. Um 15 Uhr wird Burkhard Behr mit einem Festgottesdienst in der Cottbuser Oberkirche in das Amt eingeführt.

Doch das Zentrum hat seine Arbeit längst aufgenommen. Seit 1. September ist Behr bereits unterwegs zu Kennenlernterminen und merkt dabei: "Wir stoßen mit unserem Angebot auf offene Ohren und offene Türen." Viele Beteiligte vor allem im Spannungsfeld des Braunkohleabbaus und der Verstromung würden nicht mehr miteinander reden, und da soll das Zentrum für Dialog und Wandel eine moderierende Funktion einnehmen. Behr: "Es soll aber nicht nur ein Angebot für Kohlegegner und Kohlebefürworter sein, sondern größer gefasst werden."

Die Arbeit des Zentrums und sein eigenes Wirken sieht Behr als "allparteilich, aber nicht neutral". Wo es nötig ist, will die Kirche auch Stellung beziehen. "Nachhaltigkeit ist für mich maßgebend, das bedeutet aber auch, dass Menschen hier weiter gut leben können", so der Pfarrer.

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