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Landesmuseum für moderne Kunst

Von der Quadratur des Sperlings

Jörg Sperling mit Werken aus seiner letzten Ausstellung im Landesmuseum: „Papier ist (un)geduldig“. FOTO: Marlies Kross

Cottbus. Der Kustos Bildende Kunst im BLMK Cottbus verabschiedet sich mit der Ausstellung „Papier ist (un)geduldig“ in den Ruhestand.

Zum Abschied hat Jörg Sperling die Rollos heruntergelassen. Mehr als das – einen „Aufrollungsversuch für Sperrgut“ gestartet, wie der 65-Jährige augenzwinkernd bemerkt. Denn das fragile Material sei in die Jahre gekommen, die Rollomalerei, ein Kunstphänomen in der DDR, müsse dringend konserviert werden. Gelder dafür aufzutreiben, ist ihm bislang nicht gelungen. Aber er gibt die Hoffnung nicht auf: Vielleicht könne da die Ausstellung für Aufmerksamkeit sorgen.

Fast 33 Jahre lang hegte, pflegte und mehrte Jörg Sperling die Sammlung Malerei, Grafik und Skulptur und sorgte für spannende, anregende, nicht selten Aufsehen erregende Ausstellungen. Schon seit 1986 als Kustos in den Staatlichen Kunstsammlungen, später im Kunstmuseum Dieselkraftwerk, das nun zum Brandenburgischen Landesmuseum für Moderne Kunst (BLMK) gehört.

Mit der Ausstellung „Papier ist (un)geduldig“ verabschiedet er sich in den Ruhestand. Als fast Dienstältester hat er gemeinsam mit der jungen Kustodin Plakatkunst, Helene Roolf, „in inspirierender Zusammenarbeit“, wie er sagt, eine Schau aus Rollomalerei, Künstlerbüchern und Künstlerplakaten zusammengefügt, die „symptomatisch sind für die neoexpressiven Aufbrüche im ostdeutschen Kunstflachland der 80er-Jahre“, schreibt er im Katalog.

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