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Vor der Premiere

Der Mond von Soho leuchtet im Amphitheater

Barbara Fumian ist gern an der Neuen Bühne zu Gast. FOTO: Rasche FOTOGRAFIE / Steffen Rasche

Senftenberg. Barbara Fumian hat das Bühnenbild und die Kostüme für „Die Dreigroschenoper“ entworfen. Sonnabend ist Premiere.

Die Woche vor einer Premiere hat es für alle Theaterleute in sich. So auch an der Neuen Bühne Senftenberg, wenn in diesen Tagen Brechts „Dreigroschenoper“, die eigene Inszenierung des Theaters für die Sommersaison im Amphitheater, ihren Feinschliff erhält. Schließlich soll am Sonnabend zur Premiere alles sitzen.

AMA ist angesagt an diesem kalten Abend am Senftenberger See. AMA, das heißt in der Theatersprache „Alles mit Allem“. Es ist die erste Ablaufprobe einer Inszenierung, in der die Schauspieler in den Kulissen mit Dekoration und in Kostümen und Maske proben. Es ist ein wichtiger Abend für sie, auch wenn er eisig daherkommt und die Sehnsucht nach einem milden Sommerabend zur Premiere befördert.

Text und Musik sitzen nach vielen Wochen Arbeit schon recht gut. Dennoch: Das Stück um die konkurrierenden Londoner Unterweltler Jonathan Peachum und Mackie Messer ist eine Herausforderung. Es hatte nicht nur den 30-jährigen Bertolt Brecht und den 28-jährigen Kurt Weill nach seiner Uraufführung 1928 über Nacht berühmt gemacht, und mit der Mackie-Messer-Moritat, der Seeräuber-Jenny, dem Kanonensong und vielen anderen Liedern zeitlose Ohrwürmer in die Welt gesetzt. Es ist auch unzählige Male aufgeführt worden und hat somit Erwartungen produziert. An die singenden Schauspieler wie auch an die optische Ausstrahlung.

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