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Beschäftigte wollen zurück zum Flächentarif

Trotz Vertrag Gehaltseinbuße am Staatstheater?

Das Staatstheater Cottbus prägt die Region. Die Belegschaft hofft nun auf die Rückkehr zum Flächentarifvertrag. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Cottbus/Senftenberg . Für die einen ist er Grund zum Aufatmen, für die anderen Diskussionsstoff: Der neue Theater- und Orchesterrahmenvertrag stellt Finanzausstattungen im Land Brandenburg auf sichere Füße. Am Staatstheater reicht das offenbar nicht, die Mitarbeiter sobald nach Flächentarif zu bezahlen.

Über einen Förderbescheid vom Land in Höhe von rund 440 500 Euro für 2019 konnte sich am Dienstag das Piccolo-Theater in Cottbus freuen. Damit erhält das größte Kinder- und Jugendtheater des Landes Brandenburg mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. „Es war ein glücklicher Tag, ausgerechnet am 28. Geburtstag unseres Theaters. Besonders glücklich sind wir, dass wir nun vier Jahre weit in die Zukunft planen und auch tarifähnliche Gehälter zahlen können. Gute Arbeit wird so honoriert“, freut sich Theaterleiter Reinhard Drogla.

Die Finanzierung erfolgt auf der Grundlage des in der vergangenen Woche unterzeichneten Theater- und Orchesterrahmenvertrages des Landes Brandenburg.

Auch der Intendant der Neuen Bühne Senftenberg ist zufrieden mit der neuen Regelung. „Wir haben immer alles dafür getan, dass es keine Abstriche an der Kunst gibt. Nun besteht endlich die Chance, dass auch Künstler nicht länger Abstriche in Kauf nehmen müssen“, betonte er im RUNDSCHAU-Gespräch. In den nächsten zwei Jahren sollen die Mitarbeitergehälter an den Flächentarifvertrag des öffentlichen Dienstes herangeführt werden. Außerdem wolle man wegkommen von Mindestgagen im künstlerischen Bereich, auch für freie Schauspieler und Regisseure, so Manuel Soubeyrand.

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