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Kultur

Hoffnung statt Illusion: „Das neue Jahr wird sein wie ich es sehe...“

Alles kehrt wieder: Gisela Steineckert in Cottbus im Gespräch mit Lesern über Leben und Literatur. FOTO: Michael Helbig/mih1

Branitz. Die Berliner Schriftstellerin Gisela Steineckert wird am 23. Februar im Gut Branitz erwartet.

„Alles kehrt wieder“, darauf beharrte Gisela Steineckert gemeinsam mit Jürgen Walter an einem nachdenklichen und humorvollen Abend in der Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus. Das war im vergangenen Sommer. Und obwohl sich seither doch einige Unwägbarkeiten im Leben der 87-jährigen Berliner Schriftstellerin eingeschlichen hatten, hat sie alles darangesetzt, dass sich jetzt diese Zeile, die aus einem ihrer Gedichte stammt und auch Walters CD ziert, wieder einmal bewahrheitet: „Alles kehrt wieder“. Und so kommt Gisela Steineckert mit ihrer unverwechselbaren Poesie am 23. Februar zurück nach Cottbus. Sie freut sich nach längerer krankheitsbedingter Pause nun ganz besonders wieder auf Lesungen und Gespräche. Vor allem dort in der Lausitz, wo sie sich verstanden fühlt. Und viele mit ihr mitfühlen, wenn sie auf ihrer offiziellen Homepage in sehr persönlichen Gedichtzeilen „Freund“ wissen lässt:

„Das neue Jahr wird sein

wie ich es sehe...

wenn es uns zu Fall bringt

oder zum Lachen

oder wenn es nicht mitsingt

ich werde es bereichern...“

Und auch in Cottbus möchte sie ihren Zuhörern erneut bewusst machen, wie das Leben nach frostigen Wochen wieder neu erblüht. Mit neuen und vertrauten Texten will sie andere daran teilhaben lassen, wie nach Ruhe, Zurückgezogenheit, Trauer und Verlust neue Wunder geschehen. Im Leben, in der Liebe, überall. Das 52. Buch entsteht gerade, hat sie unlängst im RUNDSCHAU-Interview verraten. Es wird heißen „Langsame Entfernung“. Gefüllt mit Essays, Gedichten, Texten werden die Lausitzer mit die Ersten sein, die etwas davon hören werden. Sie können darauf gefasst sein, das sie auf alle Fälle etwas mitbringt, was ans Herz geht – und an die Lachmuskeln. Dabei sind auch Geschichten über Freunde, Kollegen und Wegbegleiter, die sie auch in dieser Region traf und in ihrem Buch „Eines schönen Tages“ aufbewahrt. Viele Menschen hier kennen auch die Texte ihrer Lieder, ohne immer zu wissen, wer sie verfasst hat. Der „Einfache Friede“ stammt aus ihrer Feder, „Clown sein“ für Jürgen Walter und die Wendehymne „Als ich fortging“ für Dirk Michaelis, die eigentlich auch ein Liebeslied ist.

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