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30 Jahre Mauerfall

Ostdeutsche Plauderrunde in der Cottbuser Stadthalle

Dieter "Maschine" Birr, Gregor Gysi und Jeanette Biedermann (v.l.) in der Cottbuser Stadthalle. FOTO: LR / Jan Siegel

Cottbus. Gregor Gysi, Dieter „Maschine“ Birr und Jeannette Biedermann sprechen beim „Stadtgespräch“ der Super-Illu über Wende-Erlebnisse und Zukunftspläne

Wenn der Linken-Entertainer Gregor Gysi (70) ins Plaudern kommt, wird’s meistens spätestens nach dem dritten Satz kurzweilig. Und Gysi genießt die Auftritte auf der großen Bühne. Da läuft er zur Hochform auf. Eine Gelegenheit sein Unterhaltungstalent vorzuführen, bot sich Gregor Gysi am Wochenanfang in Cottbus. Die Bühne war groß. Die Super-Illu hatte zum „Stadtgespräch“ in die Stadthalle eingeladen. Mit dieser Veranstaltungsreihe tourt die Illustrierte im 30. Jahr nach dem Mauerfall durch ostdeutsche Städte. An die 300 Lausitzer hatten ihr schattiges Plätzchen auf Balkonien oder im Kleingarten trotz Hitzestau in Südbrandenburg mit der gut klimatisiert Stadthalle getauscht und wollten nicht nur erleben, was Gysi – der Alt-Linke – zu sagen hatte. Denn Illu-Chefredakteur Stefan Kobus hatte sich neben seinem Moderations-„Spannemann“ Gysi als feste Bank bei allen Illu-Stadtgesprächen, zwei Ostdeutsche eingeladen, die verschiedener eigentlich kaum sein könnten, aber eine gemeinsame Leidenschaft teilen: die Musik. In Cottbus dabei waren – irgendwie ungewöhnlich für Fans, der Senior in der Gesprächsrunde – Dieter „Maschine“ Birr (75) und als Nesthäkchen die Sängerin und Schauspielerin Jeannette Biedermann (38).

Kein Bock auf Begrüßungsgeld

So unterschiedlich wie die Gäste der Runde war dann auch das Publikum des Abends. Neben Puhdys- und Maschine-Groupies – natürlich mit den standesgemäßen Fan-T-Shirts – saßen sie, die Biedermann-Follower und die vielen lebenserfahrenen, politisch interessierten Lausitzer, die Gregor Gysi „schon immer gut fanden“.

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