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Premiere

Himmlisch süße Triebe, Liebe, Hiebe...

„Frau Luna“ regiert am Staatstheater Cottbus auf dem Mond. FOTO: Marlies Kross / Marlies Kross/Theaterfotografin

Cottbus. Philharmonisches Orchester und Ballett des Staatstheaters tun ihr Möglichstes, Linckes piefiger „Frau Luna“ Leben einzuhauchen.

Hätte Christian Möbius statt des Dirigentenstabes einen Teppichklopfer gebraucht, es wäre ihm trotzdem nicht gelungen, den kaiserzeitlich untertanengeistigen Provinz-Muff aus diesem Plattstück zu entfernen. Am Samstag hatte Paul Linckes „Frau Luna“ am Staatstheater Cottbus Premiere.

Wie nur gelangte es auf den Spielplan? Die Moral von der Geschichte – träume dich, wohin du willst, und sei es auf den Mond, du findest überall denselben Kleingeist wie zu Hause. „Schlösser, die im Monde liegen, bringen Kummer, lieber Schatz.“

Operettenheld Fritz Steppke schafft es nicht einmal, seinen brav irdischen Luftschiffmechaniker-Traum selbst in die Tat umzusetzen. Den Bewerbungsbrief an die Zeppelin-Firma schreibt heimlich seine Braut. Steppke wird eingestellt.

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