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Interview mit Ian Anderson

Der beste Song steht noch aus

Ian Anderson wie ihn viele noch in Erinnerung haben. Mit seiner Band Jethro Tull verbindet er seit 50 Jahren Rock-, Blues-, Jazz-, Folk- und Klassikelemente zu einem sehr britischen Sound. Am Donnerstag ist die Legende in Cottbus zu erleben. FOTO: Warner Music

Cottbus. Der Gründer der Rockband Jethro Tull spricht über die Tournee, die sie nach Cottbus führt.

Am 15. November ist Jethro Tull live in der Cottbuser Stadthalle zu erleben. Ihr Gründer Ian Anderson brachte der Rockmusik die Querflötentöne bei. Die RUNDSCHAU sprach mit dem kauzigen 71-jährigen Schotten, der beim Flötenspiel meist nur auf einem Bein steht, über das aktuelle Triple-Album „50 For 50“, über Krankheit und die Jubiläumstournee seiner legendären Gruppe.

Ist eine Tournee für Sie heute noch genauso spannend wie in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren?

Anderson Wäre ich ein britischer Jumbo-Jet-Pilot, hätte ich bereits vor fünf Jahren in Rente gehen müssen. Ab 65 darf man bei uns kein Flugzeug mehr steuern. Glücklicherweise habe ich einen Job, bei dem mir niemand vorschreiben kann, wann ich aufhöre. Was für ein Glück, dass ich mit 70 noch immer meinen Teenagertraum leben darf! Als 16-Jähriger stand ich auf die Musik älterer Männer: Blues, Jazz und Folk. Ich bin mit der Vorstellung groß geworden, dass gute Musik ausschließlich von älteren Erwachsenen gemacht wird. Mit jungen Popstars konnte ich nie etwas anfangen. Ein amerikanischer Astronaut schickte mir einmal eine E-Mail von der ISS: „Ich lebe meinen Traum!“ Ich weiß, was er damit meinte.

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