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Junge Wilde in der Dramaturgie

Vorläufer der Graswurzelrevolution in Cottbus

Der 1. Schauspieldramaturg Lukas Pohlmann in der Kulisse zu „Der Volksfeind“. FOTO: Marlies Kross

Cottbus. „Der Volksfeind“ hat am 25. Mai im Staatstheater                                                               Premiere – für Lukas Pohlmann Sprungschanze in die neue Spielzeit.

Eine Graswurzelrevolution will er anzetteln. Was dahinter steckt, davon wird noch die Rede sein. Lukas Pohlmann gehört zu den jungen Wilden aus der Dramaturgie, denen Schauspieldirektor Jo Fabian zugetraut hat, die nächste Spielzeit zu konzipieren.

Für die letzte Premiere der laufenden Theatersaison, Henrik Ibsens „Der Volksfeind“, indes war Pohlmann maßgeblich an der Fassung beteiligt. Am 25. Mai wird das Stück im Großen Haus des Staatstheaters zu erleben sein. „Faszinierend für mich ist: Diese Produktion in Regie von Jo Fabian, der auch für Videos und Sound sorgt, ist wie eine Sprungschanze in die neue Spielzeit“, glaubt Lukas Pohlmann.

Ursprünglich sei etwas anderes geplant gewesen, verrät der 1. Schauspieldramaturg, Jahrgang 1987. Aber als sich im vergangenen Frühling nicht nur das politische Klima in der Region und in ganz Deutschland veränderte, sondern sich auch das Staatstheater Cottbus mit sich selbst auseinandersetzen musste, entwickelten Fabian und er die Idee, dieses Stück über die Widersprüche zwischen Wahrheitsfindung und Mehrheitsmeinung auf die Bühne zu bringen. „Und jetzt kommt es zum Wahlwochenende zur Premiere, was keine Absicht ist, aber passend“, sagt der gebürtige Magdeburger. Seit seiner Regieassistentenzeit am Theater Junge Generation in Dresden ist er von Jo Fabians Art, Theater zu denken, Stücke und Selbstbewusstsein zu entwickeln, entflammt. In Cottbus warf Pohlmann zur Spielzeit 2017/18 Anker.

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