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Pückler-Schau in Branitz

Beweglich und schillernd wie der Schmetterling

Stiftungs-Kustodin Dr. Simone Neuhäuser verweist auf seltene Fundstücke aus Pücklers Orientreisen. FOTO: Michael Helbig

Cottbus . Neue Dauerausstellung „Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz“ lockt ins Schloss Branitz und ermöglicht facettenreiche Annäherung.

Hunderte Gäste feiern am 25. Mai den Schöpfer der Branitzer Parklandschaft, wenn die neue Dauerausstellung „Fürst Pückler. Ein Europäer in Branitz“ im Schloss eröffnet wird. „Ich bin ein Kind der Phantasie, ohne bleibende Eindrücke, und daher wenig schöpferisch, aber dafür beweglich wie der Schmetterling“, schreibt der Fürst (1785 -1871) in aller Bescheidenheit 1845 der Gräfin Hahn-Hahn. Eine seiner charmanten Korrespondenzen, in die nun intime Einblicke gewährt werden. Besucher können sich indes nicht nur ausgiebig von der beeindruckenden Schöpferkraft des Grünen Fürsten überzeugen, sondern auch von seiner Beweglichkeit, die ihn nicht nur in englische Gärten geführt hat, sondern auch in den Orient, aus dem er eine Abessinierin mitbrachte, zudem auch viele seltsame exotische Dinge, die hier zu bestaunen sind. Das Porträt von Machbuba aber wird in den Orientzimmern zu sehen sein, wenn die Restaurierung abgeschlossen ist.

Schmetterlingsgleich mag sich auch mancher Besucher fühlen. Wie von Blume zu Blume lässt sich beim Flanieren durch die historischen Wohn- und Gesellschaftsräume des Fürsten sowie in den Zimmern darüber Schillerndes, Sinnliches, bisher Unbekanntes entdecken.

Schauen wir in die Branitzer Tafelbücher. Dass Pückler ein Genießer war, ist kein Geheimnis. Aber wer wusste schon, dass er nur an einem einzigen Tag, am 17. Mai 1870, in Branitz Pückler-Eis auftafeln ließ? „Er hat lieber Kirscheis gegegessen“, verrät Stiftungs-Kustodin Dr. Simone Neuhäuser. Unter ihrer Leitung wurde die Ausstellung gemeinsam mit den Historikern Andreas Bernhard, Klara Freund, Marina Heilmeyer, Ulf Jacob, Sabrina Kotzian und Silke Kreibich erarbeitet.

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