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Philharmonisches Konzert und Jazz

Klassik und Jazz perfekt im Einklang

Mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Nina Šenk und einer Jazz-Session im Anschluss faszinierte Solist Markus Becker die Zuhörer. FOTO: Michael Helbig

Cottbus. Pianist Markus Becker zeigt beim Philharmonischen Konzert seinen großen Erfahrungsschatz.

Dass Konzertpianist Markus Becker eine ungemeine Wandlungsfähigkeit am Flügel beherrscht, stellt er am Wochenende im Cottbuser Staatstheater beim 5. Philharmonischen Konzert perfekt unter Beweis. Liefert er im klassischen Teil eine Hommage an Mozart in seinen späten Lebensjahren, gibt es bei der anschließenden Jazz-Session unter anderem Friedrich Gulda auf die Ohren. Eine solche Verbindung gab es noch nie im Großen Haus. Ein geglücktes Experiment, was gern fortgesetzt werden kann!

Kurzfristig wird vor der Premiere noch die Reihenfolge der Sinfonien getauscht. Die Philharmoniker unter Leitung des griechischen Dirigenten George Petrou eröffnen mit der Sinfonie Nr. 35, auch bekannt als „Haffner-Sinfonie“. Anlass der damaligen Komposition (1783 uraufgeführt) war die Verleihung eines Adelstitels an Sigmund Haffner den Jüngeren, Humanist und Sohn des Salzburger Bürgermeisters Sigmund Haffner der Ältere. Mozart bevorzugte es, für spezielle Anlässe zu komponieren.

Insbesondere im ersten Satz kann man den künstlerischen Austausch zwischen Mozart und Haydn erkennen: Hier konzentrieren sich die Cottbuser Musiker ganz auf ein rhythmisch prägnant punktiertes Thema, das klanglich, harmonisch und kontrapunktisch in unzähligen Verwandlungen erscheint. Imponierend und raumgreifend agiert das Orchester. Mozart beschränkte sich hierbei auf wenig Material, was eigentlich typisch für Haydn war.

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