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„Auch wenn die Geschichte vor vielen Jahrhunderten spielt, enthält sie eine aktuelle politische Botschaft“, sagt Regisseur Fawaz Alhussein. „Es geht um den ‚Kampf um den Stuhl der Macht’. Man sollte gut überlegen, auf wen man sich einlässt, um seine Ziele zu erreichen.“ Wenn es nach ihm geht, soll die Vorstellung im Cottbuser Piccolo-Theater erst der Anfang sein: „In Syrien habe ich Theaterstücke in größeren Häusern mit mehr Zuschauern inszeniert. Es wäre schön, wenn es nicht nur bei dieser einen Aufführung hier in Cottbus bleibt“, wünscht er sich.

Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, hängt wohl auch davon ab, wie die Premiere angenommen wird. Unterstützung erhält die syrische Theaterinitaitive in jedem Fall vom Cottbuser Frauenzentrum „Lila Villa“. Als die Kulturschaffenden dort ihre Idee im vergangenen Jahr vorstellten, verschaffte ihnen Leiterin Hanka Lindner sogleich einen Proberaum, stellte den Kontakt zum Piccolo-Theater her und sorgte für finanzielle Unterstützung aus Landesmitteln. „Ich konnte mich kürzlich vom Stand der Probearbeiten überzeugen – Gänsehaut“, schwärmt sie. „Das Theaterstück ist ein gutes Beispiel für das Engagement von ausländischen Menschen in unserer Stadt.“ Damit sich das Publikum angesichts der arabischen Sprache den Inhalt nicht nur über die Mimik und Gestik der Darsteller erschließen muss, hat die Theatergruppe eine deutsche Übersetzung erarbeitet. Sie wird oberhalb der Bühne projiziert.

Der syrische Regisseur Fawaz Alhussein (60) leitet das Theaterstück „Der billige Tod“ in Cottbus. FOTO: LR / Daniel Friedrich
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