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Lesereihe

Den Gefühlen auf die Schliche kommen

Nicht nur Muße – das Spreewald-Literatur-Stipendium lockt immer wieder interessante Autoren zum Arbeiten in die verwunschene Landschaft.FOTO: ZB / Patrick Pleul

Burg. Die Spreewald-Stipendiatin Tamara Bach liest im Hotel Bleiche in Burg aus ihrem Jugendbuch „Marsmädchen“.

Es ist wieder Lesezeit im Hotel Bleiche in Burg. Der elfte Jahrgang des Spreewald-Literatur-Stipendiums wurde am Mittwochabend eröffnet. Während draußen über den Wiesen bereits Nebel aufsteigen, das Mystische dieser Landschaft unterstreichen und an Krimi denken lassen, geht es in dem gemütlichen Veranstaltungsraum um Gefühle. Solche, die sich, nebulös wie sie sind, nicht genau definieren lassen, stetig wechseln, verunsichern.

Was ist das, was der Kopf da mit einem macht, in einer bestimmten Phase des Lebens? Jeder hat sie irgendwie selbst erlebt und aus anderer Perspektive vielleicht dann auch bei den Kindern.

Tamara Bach, die Herbst-Stipendiatin 2018, beschreibt das in ihrem Roman „Marsmädchen“ aus der Sicht der 15-jährigen Miriam. Die Lesung kann man fast szenisch nennen, wie sich die Stimme der Autorin wandelt, sodass man tatsächlich den Eindruck hat, dem Mädchen gegenüberzusitzen, das bei seiner Selbstbespiegelung wenig Zufriedenstellendes entdeckt.

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