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Vor der Premiere

Schlaflos im Schlummerland

Hardy Brachmann ist das Traumfresserchen. FOTO: Marlies Kross

Cottbus . Der Tenor Hardy Brachmann ist wie vor 22 Jahren das Traumfresserchen am Staatstheater.

Ach, wäre das schön, eine Welt ohne Albträume und all die schrecklichen Dinge, die sie verursachen. Wäre. Die Realität sieht leider anders aus. Und es gehört zu ihren Unzulänglichkeiten, dass keiner da ist, der den bösen Träumen den Garaus macht. Da geht es der Prinzessin, dem König und der Königin und all den anderen Leuten in Schlummerland doch viel besser – sie haben ein Traumfresserchen. Gut zu schlafen gehört dort nämlich zur ersten Bürgerpflicht. Wer das am besten kann, wird König. Ist ja klar, der ist den ganzen Tag über gut drauf und putzmunter trifft er immer die richtigen Entscheidungen.

Leider ist dieses Paradies nur ein Teil des großen Märchenlandes, in das der großartige Erzähler Michael Ende es hineingeschrieben hat. Aber wenigstens lässt sich ja davon träumen. Ab 30. November hilft das Staatstheater Cottbus dabei und bringt das Traumland auf die Bühne, wo es vor 22 Jahren schon einmal seinen Zauber entfaltete. Martin Schüler, damals Operndirektor und später langjähriger Intendant des Hauses, hatte das Singspiel als Modellinszenierung entwickelt.

Da ist es also wieder, das Traumfresserchen – mit Bart, zottliger Mähne und dickem Bauch. Da stecken all die Bösewichter und Gruselgestalten drin, die Kindern Angst machen. Aber wo war es all die Jahre? Immer am selben Ort, nur in anderer Verkleidung – als Malcolm in „Macbeth“, Mime in „Siegfried“ und „Rheingold“, Basilio in „Die Hochzeit des Figaro“, Jekyll im gleichnamigen Musical oder Pedrillo in der „Entführung aus dem Serail“.

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