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Sinfoniekonzert im Staatstheater Cottbus

Unaufgeregte Bewerbung auf Italienisch

Das passte zusammen im Staatstheater Cottbus – ein italienischer Dirigent porträtierte den italienischen Maestro Gioacchino Rossini. FOTO: Marlies Kross

Cottbus. Mehrere Solisten und ein möglicher neuer Generalmusikdirektor überzeugen beim 1. Philharmonischen Konzert.

Ist das der neue Generalmusikdirektor? Der Italiener Daniele Squeo hat am Wochenende das Dirigat beim ersten Philharmonischen Konzert am Cottbuser Staatstheater übernommen und sich als Bewerber für die noch freie Position des Nachfolgers von Evan Alexis Christ empfohlen. Nach der rund zweistündigen musikalischen Reise war ersichtlich: Das Orchester zollte dem Preisträger mehrerer internationaler Dirigentenwettbewerbe große Anerkennung, und auch das Publikum scheint ihn zu mögen.

Der Sache dienlich war sicher, dass ein Italiener einen italienischen Maestro porträtierte. Im Mittelpunkt standen Werke des wohl bedeutendsten Opernkomponisten des „Belcanto“ – Gioacchino Rossini. Belcanto steht als Gesangsstil, der in Italien Ende des 16. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Oper entstand. Charakteristisch sind weiche Töne und ausgeglichene Stimmregister über den gesamten Umfang der Stimme, Grundlage dafür eine sehr gute Atemtechnik.

Den Auftakt markiert das Orchester mit der Ouvertüre zur frühen Rossini-Opera Buffa „Die Italienerin in Algier“. Sie enthält lebhafte Holzbläser-Melodien und das obligatorische Crescendo (Lauterwerden), bei dem die Streicher mit den Oboen das Zusammentreffen von rhythmischem Feuer und klanglichem Eis bewirken. Der spätere Grundtenor der Oper wird von den Cottbuser Philharmonikern bereits in der Ouvertüre eindrucksvoll herausgearbeitet durch das spannungsvolle Wechselspiel von kapriziösem und nicht selten sarkastischem Scherz und lyrisch-zarter Empfindsamkeit.

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