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Aus dem Gerichtssaal

Landgericht verhängt lange Haft und Sicherungsverwahrung

Wegen zweier Tötungsverbrechen verhängte das Landgericht Cottbus gegen Romans S. fast 15 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung.FOTO: Christian Taubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau

Cottbus. Er tötete Anfang 2017 einen Rentner in Finsterwalde und einen Drogendealer in Berlin. Für diese Verbrechen verurteilte das Landgericht Cottbus einen 35-Jährigen zu vierzehn Jahren und neun Monaten Haft und anschließender Sicherungsverwahrung.

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichtes Cottbus sah es als erwiesen an, Romans S. zunächst im Januar 2017 Josef F. in Finsterwalde mit 25 Schlägen auf Kopf und Oberkörper tötete und wenige Tage später in Berlin einen Drogendealer erstach. Doch anders als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte, verhängte sie dafür keine lebenslange Haft.

Die Gewalttat in Finsterwalde wertete die Kammer als Totschlag, die Tötung des Dealers in Berlin zwar als Mord, jedoch im Zustand verminderter Schuldfähigkeit. Für beide Taten sprach das Gericht eine Gesamtfreiheitsstrafe von 14 Jahren und neun Monaten aus. Mit dem Urteil ordnete das Gericht jedoch an, dass der drogenabhängige 35-Jährige nach der Haft in Sicherungsverwahrung genommen wird. Damit käme er, wenn das Urteil rechtskräftig wird, erst wieder frei, wenn Gutachter feststellen, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.

Romans S. war laut Urteilsbegründung seit der Pubertät in Lettland drogenabhängig und straffällig geworden. Mehrere Haftstrafen waren in Lettland gegen ihn wegen Raubes, schwerer Körperverletzung und anderer Delikte verhängt worden.

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