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Immer öfter Attacken auf Verwaltungsangestellte

Bürger als Sicherheitsproblem

Ein externer Sicherheitsdienst ist auch im Cottbuser Rathaus im Einsatz (Symbolfoto). FOTO: fotolia / New Africa

Cottbus. Der Angriff auf eine GWC-Mitarbeiterin ist kein Einzelfall. Immer häufiger werden Angestellte der Verwaltung beleidigt, angepöbelt und bedroht.

Eine 61-jährige Frau wird krankenhausreif geprügelt, ohne Grund und äußeren Anlass. GWC-Chef Torsten Kunze ist erschüttert: „So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt.“ Vor fünf Jahren sei ein Pförtner tätlich angegriffen worden, sonst aber sei derartige Brutalität eher unbekannt. „Was wir aber deutlich spüren, ist eine zunehmende Aggressivität gerade auch bei deutschen Mietern“, so Kunze. „Rotzige Pöbeleien, mangelnder Respekt vor Menschen und Eigentum nehmen zu.“ Deeskalationsschulungen der Mitarbeiter sollen Abhilfe schaffen, im Außendienst sind Männer und Frauen gemeinsam unterwegs, um Aggressionen abzubauen.

Auch die Stadt muss sich vermehrt auf problematische Kundschaft einstellen. Seit einigen Wochen ist im Bürgerservice im Technischen Rathaus  und bei der Kfz-Zulassung ein externer Sicherheitsdienst im Einsatz. Nebeneingänge, die noch vor Monaten offen zugänglich waren, werden nur noch während bestimmter Öffnungszeiten aufgeschlossen. In vielen Büros wurden kleinere bauliche Veränderungen vorgenommen, um räumlich Distanz zwischen Mitarbeitern und Besuchern zu schaffen, an einigen Stellen musste sogar für Spuckschutz gesorgt werden.

Stadtsprecher Jan Gloßmann will die einzelnen Maßnahmen nicht kommentieren, bestätigt aber, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder Vorfälle gegeben habe, bei denen besonders ungeduldige oder unzufriedene Cottbuser ihr gutes Benehmen vergessen haben. „Jeden dieser Vorfälle werten wir aus und versuchen, uns so weit wie irgend möglich auf alle möglichen Situationen einzustellen, um die Mitarbeiter optimal zu schützen.“

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