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Neue Wege finden

Miteinander statt übereinander reden

Eine Gruppe von Cottbusern will eine ganz eigene Form der Bürgerdialoge ins Leben rufen.

Die Bürgerdialoge zwischen Stadtspitze und Einwohnern sind vorüber, der Bedarf nach Gesprächen ist trotzdem nicht gesättigt. Seit April treffen sich einige engagierte Cottbuser regelmäßig, um eine neue Form des Dialogs zu entwickeln. Juliane Meyer, Mitglied im Bündnis „Cottbus nazifrei“: „Die Ereignisse im Januar und Februar haben den Ton in der Stadt rauer werden lassen. Man redet übereinander statt miteinander, sucht die Schuld immer bei anderen Gruppen.“

Damit aus dem „Übereinander“ wieder ein „Miteinander“ wird, hat auch Erik vom „Verein für ein multikulturelles Europa“ an dem Konzept für ein neues Gesprächsangebot gearbeitet. „Wir wollen mobil sein, regelmäßig im öffentlichen Raum präsent sein.“ Die Grundidee ist denkbar einfach: Auf einem Sofa treffen sich Menschen, die Lust auf ein bestimmtes Thema haben. Damit das Ganze nicht aus dem Ruder läuft, stellt die Vorbereitungsgruppe, die auch für Sofa und Technik sorgt, einen Moderator.

„Wir wollen uns an die Menschen vor Ort wenden, die direkt von einem bestimmten Problem betroffen sind“, sagt Juliane Meyer. Wenn das Sofa in einem Fußgängerbereich in Sandow steht, könnte über nächtliche Ruhestörungen geredet werden. Die Zukunft des Strombades könnte ebenso diskutiert werden wie der Bedarf nach einem zweiten Einkaufszentrum in der Innenstadt.

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